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		<title>Die Sirene: Vom Mythos zur Selbstermächtigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 13:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
		<category><![CDATA[SoulWork, Awareness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://soul-fish.net/die-sirene-vom-mythos-zur-selbstermaechtigung/">Die Sirene: Vom Mythos zur Selbstermächtigung</a> erschien zuerst auf <a href="https://soul-fish.net">soul fish</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Ein anderer Blick auf den Archetyp der Sirene</strong></p>
<p><strong>Von der dämonisierten Verführerin zur Hüterin der eigenen Stimme</strong></p>
<p>Kaum eine weibliche Gestalt der Mythologie wurde über die Jahrhunderte so konsequent missverstanden wie die Sirene. In der westlichen Kultur ist sie meist die gefährliche Verführerin, deren Gesang Männer ins Verderben lockt. Dieses Bild prägt Literatur, Kunst und Popkultur bis heute. Doch diese Interpretation ist keineswegs zeitlos. Sie entstand innerhalb patriarchaler Erzähltraditionen, die weibliche Macht häufig als Bedrohung darstellten.</p>
<p>Ein genauerer Blick auf die antiken Quellen sowie auf neuere archäologische, religionsgeschichtliche und feministische Forschungen eröffnet eine überraschend andere Perspektive. Die Sirene erscheint nicht länger als Symbol weiblicher Verführung, sondern als archetypische Gestalt der Schwelle – zwischen Leben und Tod, Bewusstem und Unbewusstem, Natur und Kultur, Wissen und Transformation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die ursprüngliche Sirene war keine Meerjungfrau</strong></p>
<p>Die ältesten Sirenen der griechischen Antike hatten <strong>nicht den Körper eines Fisches</strong>, sondern den <strong>Körper eines Vogels mit dem Kopf oder Oberkörper einer Frau</strong>. Diese Darstellung findet sich bereits auf griechischen Vasen des 7. und 6. Jahrhunderts v. Chr. und blieb über viele Jahrhunderte die vorherrschende Darstellungsform.</p>
<p>Der Vogel war im antiken Mittelmeerraum kein beliebiges Tier. Er galt als Vermittler zwischen den Welten, als Wesen des Himmels und der Erde zugleich. In zahlreichen Kulturen symbolisierte er die Seele, Weissagung und – last but not least &#8211; den Übergang zwischen Leben und Tod.</p>
<p>Dass die Sirene einen Vogelkörper trägt, verweist daher auf ihre ursprüngliche Funktion: Sie war keine erotische Wasserfrau, sondern eine Grenzgängerin zwischen den Welten.</p>
<p>Die heute vertraute Gestalt der fischschwänzigen Meerjungfrau entwickelte sich erst im Mittelalter durch die Vermischung griechischer Sirenen mit Meerwesen anderer Traditionen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Sirenen als Hüterinnen des Wissens</strong></p>
<p>In Homers <em>Odyssee</em> (8. Jahrhundert v. Chr.) begegnet Odysseus den Sirenen auf seiner Heimreise. Bemerkenswert ist dabei, <strong>was die Sirenen tatsächlich versprechen</strong>, denn sie locken nicht mit Sexualität.</p>
<p>Sie singen:</p>
<p>&#8222;Denn wir wissen alles, was auf der fruchtbaren Erde geschieht.&#8220;</p>
<p>Ihr Versprechen lautet also Wissen. Sie kennen Vergangenheit und Zukunft. Sie besitzen Einsicht in das menschliche Schicksal. Ihr Gesang eröffnet Bewusstsein. Im weiteren Sinne bedeutet das vielleicht auch als Konsequenz den Verlust so manch einer Illusion.</p>
<p>Dass Odysseus sich an den Mast binden lässt, zeigt nicht die Gefährlichkeit weiblicher Sexualität. Vielmehr symbolisiert die Szene die Ambivalenz jeder tiefen Erkenntnis: Wahrheit verändert den Menschen unwiderruflich.</p>
<p>Die Sirenen verkörpern damit einen Archetyp, der eher an die Pythia von Delphi oder andere weibliche Orakelgestalten erinnert als an eine Verführerin.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Vor den patriarchalen Mythen</strong></p>
<p>Viele Religionshistorikerinnen und Archäologinnen – unter ihnen <strong>Marija Gimbutas</strong>, <strong>Merlin Stone</strong>, <strong>Riane Eisler</strong> und <strong>Anne Baring &amp; Jules Cashford</strong> – weisen darauf hin, dass im östlichen Mittelmeerraum lange vor den klassischen griechischen Stadtstaaten zahlreiche Kulturen existierten, in denen weibliche Gottheiten eine zentrale religiöse Rolle spielten.</p>
<p>Diese Gesellschaften waren nicht notwendigerweise Matriarchate im politischen Sinn. Der Begriff ist in der Forschung umstritten. Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise auf Kulturen mit einer deutlich stärkeren Verehrung weiblicher Schöpfungs-, Natur- und Weisheitskräfte.</p>
<p>Besonders in der minoischen Kultur Kretas (ca. 3000–1450 v. Chr.) begegnen uns Priesterinnen, Vogelgöttinnen, Schlangengöttinnen und weibliche Naturwesen, deren Symbolik später teilweise in die griechische Mythologie aufgenommen wurde.</p>
<p>Die Sirene könnte Spuren dieser älteren religiösen Vorstellungswelten bewahren.</p>
<p>Ihr Vogelkörper erinnert an die zahlreichen vogelgestaltigen Göttinnen des östlichen Mittelmeerraums, deren Aufgabe nicht Verführung, sondern Schutz, Weissagung und Begleitung der Seele war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Dämonisierung weiblicher Macht</strong></p>
<p>Mit der Entwicklung patriarchaler Gesellschaftsordnungen veränderten sich viele weibliche Gottheiten grundlegend. Die einst verehrte Medusa wurde zum Monster.Kirke wurde zur gefährlichen Zauberin. Pandora wurde zur Schuldigen allen menschlichen Leids. Auch die Sirene verlor ihre Rolle als Wissende.</p>
<p>Stattdessen wurde ihre Stimme zur Gefahr erklärt. Diese Entwicklung beschreibt die klassische Philologin und Feministin <strong>Jane Ellen Harrison</strong> bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als Wandel von religiösen Frauenfiguren zu moralischen Warnbildern.</p>
<p>Die feministische Theologin <strong>Carol P. Christ</strong> spricht davon, dass weibliche spirituelle Autorität in vielen patriarchalen Mythen systematisch umgedeutet wurde: Aus Weisheit wurde Verführung, aus Macht Versuchung, aus Eigenständigkeit Gefahr.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Frau, die sich nicht verstummen lässt</strong></p>
<p>Aus archetypischer Sicht erscheint die Sirene heute in einem neuen Licht. Sie ist nicht gefährlich, weil sie Männer verführt. Sie ist gefährlich, weil sie ihre eigene Stimme kennt. In Kulturen, die Frauen über Jahrhunderte dazu anhielten, still, angepasst und gefällig zu sein, verkörpert die Sirene weibliche Souveränität.</p>
<p>Die patriarchale Erzählung lautet:</p>
<p><strong>&#8222;Höre ihr nicht zu.&#8220;</strong></p>
<p>Eine weibliche Lesart fragt:</p>
<p><strong>&#8222;Warum musste ihre Stimme überhaupt zur Gefahr erklärt werden?&#8220;</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Der Ruf der Wahrheit</strong></p>
<p>Die Sirene manipuliert nicht. Sie ruft, während ihr Gesang weniger einer Verführung als einer tiefen Erinnerung ähnelt. Wer ihr begegnet, begegnet zugleich den eigenen Sehnsüchten, Ängsten und verdrängten Anteilen.Carl Gustav Jung beschrieb Archetypen als psychische Grundmuster, die sowohl schöpferisch als auch erschütternd wirken können. Begegnungen mit ihnen verändern das Selbstverständnis. Die Sirene führt deshalb nicht in erster Linie ins Verderben. Sie führt an den Rand der eigenen Wahrheit. Dort, wo Illusionen sterben, fühlt sich Erkenntnis oft wie ein Abgrund an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weibliche Sinnlichkeit als spirituelle Erfahrung</strong></p>
<p>In vielen patriarchalen Traditionen wurde weibliche Sinnlichkeit auf Sexualität reduziert. Aus der weiblichen Perspektive umfasst Sinnlichkeit jedoch weit mehr. Sie ist die Fähigkeit, den Körper als Ort von Erkenntnis wahrzunehmen. Die Philosophin <strong>Luce Irigaray</strong> beschreibt den weiblichen Körper als Quelle eigener Sprache und eigener Symbolik, die sich nicht über männliche Kategorien definieren lässt. Auch <strong>Clarissa Pinkola Estés</strong> versteht den weiblichen Körper als Träger uralter intuitiver Weisheit. In diesem Sinn wird der Körper der Sirene nicht Objekt des Blicks. Er ist Subjekt und ihr Haar bewegt sich wie Wasser. Ihre Stimme trägt Erinnerung. Ihr Körper gehört ihr selbst und sie existiert nicht, um betrachtet zu werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Frau zwischen den Welten</strong></p>
<p>Wasser gilt seit Jahrtausenden als Symbol des Unbewussten. Der Vogel steh t für Geist, Seele und Übergang. Die Sirene vereint beides. Sie lebt weder vollständig an Land noch vollständig im Meer. Sie gehört keiner Welt ganz an. Gerade darin liegt ihre archetypische Kraft. Sie erinnert daran, dass Identität niemals starr ist. Sie bewegt sich zwischen Vernunft und Intuition, Kultur und Natur, Bewusstem und Unbewusstem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Rückeroberung der Stimme</strong></p>
<p>Viele Frauen kennen den Moment, in dem ihre eigene Stimme leiser wurde. Vielleicht aus Rücksicht, aus Angst oder vielleicht aus Anpassung. Die Sirene lädt dazu ein, diese Stimme wiederzufinden. Ihr Gesang führt nach innen. Er erinnert an jene innere Autorität, die lange vor gesellschaftlichen Erwartungen existierte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Schatten der Sirene</strong></p>
<p>Wie jeder Archetyp besitzt auch die Sirene eine Schattenseite. Wurde ihre Stimme wiederholt verletzt oder entwertet, kann sich ihre Kraft verzerren. Dann sucht sie Bestätigung statt Wahrheit, aus Anziehung kann Manipulation, und aus Sehnsucht Abhängigkeit werden.Die Aufgabe besteht nicht darin, die Sirene abzulehnen, sondern ihre Gabe zu läutern. Nicht andere an sich zu binden, sondern sich selbst treu zu bleiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine neue Geschichte</strong></p>
<p>Unter Umständen war die Sirene nie das Monster. Vielleicht war sie vielmehr eine der letzten Erinnerungen an eine Zeit, in der weibliche Stimme, Intuition und Weisheit als heilig galten. Nicht ihre Macht wurde gefährlich. Gefährlich wurde sie nur für jene, die diese Macht kontrollieren wollten. Dann wäre ihr Gesang keine Verführung. Sondern eine Einladung.</p>
<p><strong>Erinnere dich daran, wer du bist.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur (Auswahl)</strong></p>
<ul>
<li>Baring, Anne &amp; Cashford, Jules (1991). <em>The Myth of the Goddess</em>. Penguin.</li>
<li>Christ, Carol P. (1997). <em>Rebirth of the Goddess</em>. Addison-Wesley.</li>
<li>Estés, Clarissa Pinkola (1992). <em>Women Who Run With the Wolves</em>. Ballantine.</li>
<li>Gimbutas, Marija (1989). <em>The Language of the Goddess</em>. Thames &amp; Hudson</li>
<li>Homer. <em>Odyssee</em>, Buch XII.</li>
<li>Jung, C. G. (1959). <em>Die Archetypen und das kollektive Unbewusste</em>. Rascher.</li>
<li>Stone, Merlin (1976). <em>When God Was a Woman</em>. Harcourt Brace.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anmerkung zur Forschung:</strong> Die Vorstellung einer friedlichen, vorpatriarchalen „Göttinnenkultur“ wird in der heutigen Archäologie kontrovers diskutiert. Während Autorinnen wie Marija Gimbutas darin ein wichtiges Deutungsmodell sehen, bewerten viele Facharchäologinnen und -archäologen die Beweislage zurückhaltender. Unstrittig ist jedoch, dass weibliche Gottheiten und Priesterinnen in vielen Kulturen des östlichen Mittelmeerraums eine deutlich größere religiöse Bedeutung hatten, als es die späteren griechischen und römischen Überlieferungen vermuten lassen. Diese Differenz macht eine feministische Neubetrachtung der Sirene wissenschaftlich legitim und kulturhistorisch besonders spannend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©️Bildmaterial &#8211; Linolschnitt, Tetrapackdruck, Zeichnung – Angela Fischlein</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://soul-fish.net/die-sirene-vom-mythos-zur-selbstermaechtigung/">Die Sirene: Vom Mythos zur Selbstermächtigung</a> erschien zuerst auf <a href="https://soul-fish.net">soul fish</a>.</p>
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		<title>Ostern und die Weiblichkeit</title>
		<link>https://soul-fish.net/ostern-und-die-weiblichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 16:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-section-id="vp4wnl" data-start="108" data-end="155">Ostern – was feiern wir eigentlich wirklich?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p data-start="157" data-end="283">Bald ist Ostern.</p>
<p data-start="157" data-end="283">Und jedes Jahr stellt sich – leise oder laut – dieselbe Frage: Was feiern wir hier eigentlich wirklich?</p>
<p data-start="285" data-end="524">Ist es Schokolade, familiäre Rituale und ein paar freie Tage? Ist es die Auferstehungsgeschichte, wie sie uns überliefert wurde? Oder liegt darunter noch etwas anderes – etwas, das sich nicht so leicht benennen lässt, aber spürbar ist?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="font-family: Alata, Helvetica, Arial, Lucida, sans-serif; font-size: 26px; letter-spacing: -2px;">Unter der Oberfläche: Eine ältere Geschichte</span><strong></strong></p>
<p data-start="580" data-end="913">Was ist es mehr als Schokolade, mehr als Auferstehung und mehr als altbekannte Tradition?<br data-start="669" data-end="672" />Unter der Oberfläche dieses Festes liegt eine ältere Geschichte. Eine, die nicht mit dem Kreuz beginnt – sondern mit der Erde. Frühling war lange vor dem Christentum heilig. Nicht als Dogma, sondern als Erfahrung: Das Leben kehrt zurück.</p>
<p data-start="915" data-end="1161">Die Zeit rund um Ostern war eingebettet in größere Rhythmen: das Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit, die Bewegungen des Mondes, das zyklische Werden und Vergehen.<br data-start="1081" data-end="1084" />Eine Welt, in der nichts „einmalig“ geschah – sondern alles wiederkehrte.</p>
<p data-start="915" data-end="1161">
<h2 data-section-id="plor4i" data-start="1168" data-end="1211">Das Ei – Ursprung, Spannung und ein Riss</h2>
<p data-start="1213" data-end="1395">Das Ei war kein Deko-Objekt, sondern ein Symbol für Ursprung und Werden.<br data-start="1285" data-end="1288" />Auch Salvador Dalí griff das Ei immer wieder auf – allerdings fern von jeder harmlosen Frühlingsromantik.</p>
<p data-start="1397" data-end="1609">Für ihn war das Ei ein kraftvolles Bild für das Ungeborene, das Unbewusste, für das Leben im Zustand des Dazwischen. In Werken wie Metamorphose von Narcissus wird es zur Grenze zwischen Schutz und Gefangensein.</p>
<p data-start="1611" data-end="1676"><strong>Das Entscheidende:</strong><br data-start="1629" data-end="1632" />Bei Dalí ist Geburt kein sanfter Übergang.</p>
<p data-start="1678" data-end="1850">Das Ei steht für Spannung, Druck – und den Moment, in dem etwas Altes aufbrechen muss, damit Neues entstehen kann. Kein hübscher Neubeginn, sondern ein radikaler Prozess.</p>
<p data-start="1852" data-end="1997">Vielleicht berührt uns dieses Symbol deshalb bis heute so tief:<br data-start="1915" data-end="1918" />Weil es nicht nur für Anfang steht, sondern für den Riss, der ihm vorausgeht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-section-id="uus4hj" data-start="2004" data-end="2047">Fruchtbarkeit, Zyklen und ihre Umdeutung</h2>
<p data-start="2049" data-end="2226">Der Hase war mitnichten ein niedliches Maskottchen, sondern ein Bote ungezügelter Fruchtbarkeit. Die Zeit um Ostern war eingebettet in Rhythmen von Mond, Dunkelheit und Licht. Mit der Ausbreitung des Christentums wurde diese Symbolik nicht einfach gelöscht. Sie wurde sukzessive umgedeutet. Aus zyklischem Werden wurde eine lineare Geschichte:ein Anfang, ein Ende und eine einmalige Auferstehung. Aus verkörperter, oft weiblich gelebter Spiritualität wurde eine stärker kontrollierte, männlich geprägte Ordnung. Das Heilige verlagerte sich: weg vom Erleben, hin zur Deutung, weg vom Körper, hin zur Institution.</p>
<p data-start="2049" data-end="2226">
<p data-start="2049" data-end="2226">
<h2 data-section-id="13svjtp" data-start="2681" data-end="2706">Das, was geblieben ist</h2>
<p data-start="2708" data-end="2790">Und wo blieb das Wilde, das Erdige, das Sinnliche? Ganz verschwunden ist es nie. Es lebt weiter in dem inneren Impuls, im Frühling neu anzufangen. In der Energie, die plötzlich durch den Körper geht.</p>
<p data-start="2708" data-end="2790">
<p data-start="2708" data-end="2790">
<h2 data-section-id="p5879j" data-start="2921" data-end="2950">Ostern als Erinnerungsraum</h2>
<p data-start="2952" data-end="3196">Vielleicht ist Ostern genau das:<br data-start="2984" data-end="2987" />Ein Erinnerungsraum. Nicht nur an eine religiöse Geschichte, sondern an etwas viel Älteres in uns – an Zyklen statt Kontrolle, an Werden statt Perfektion und an Lebendigkeit, die sich nicht zähmen lässt.</p>
<p data-start="3198" data-end="3311" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Und vielleicht dürfen wir uns fragen: Was in mir will gerade nicht „auferstehen“, sondern einfach wieder wachsen?</p></div>
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			</div></p>
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		<title>Wenn der Fluss mich trägt</title>
		<link>https://soul-fish.net/wenn-der-fluss-mich-traegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 16:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-start="250" data-end="283"><strong>Wenn der Fluss mich trägt</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Altern ist kein plötzlicher Bruch, sondern ein Fluss, der uns weiterträgt – manchmal sanft, manchmal reißend. Zwischen dem Loslassen alter Ufer und dem Vertrauen in neue Strömungen liegt eine stille (manchmal gefühlt unangenehme) Einweihung.</p>
<p data-start="171" data-end="490">Altern – dieses geheimnisvolle Wort, das uns manchmal erschreckt und unweigerlich ruft. Es ist kein Stillstand, kein Verblassen, sondern eine Verwandlung, die mitten im Leben geschieht. Während wir lernen, weniger zu kämpfen und mehr zu vertrauen, öffnet sich für manche von uns ein anderer Raum – weicher, weiter, wahrer.</p>
<p data-start="492" data-end="775">Dieser Text ist eine Einladung, den Fluss des Lebens nicht länger kontrollieren zu wollen, sondern sich ihm anzuvertrauen. Eine Aufforderung, die ich für mich selbst täglich manchmal laut und manchmal im Flüsterton wiederhole. Ein Stück Seelenarbeit, ein bisschen Magie – und vielleicht ein Wiedererkennen darin, dass das Altern nicht das Ende ist, sondern eine andere Art zu leuchten.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-start="250" data-end="283"></h2>
<p><strong></strong></p>
<h3 data-start="284" data-end="325"><strong data-start="284" data-end="325">Vom Altern, vom Lassen und vom Werden</strong></h3>
<p data-start="327" data-end="625">Wie unschwer zu erkennen, beschäftige ich mich in letzter Zeit intensiver mit dem Thema des Alterns.<br data-start="427" data-end="430" />Vielleicht, weil die Zeit sich leiser anfühlt. Vielleicht, weil der Spiegel ehrlicher geworden ist.<br data-start="529" data-end="532" />Oder vielleicht, weil der innere Ruf, still zu werden, lauter klingt als das Getöse der Welt.</p>
<h3 data-start="627" data-end="651"><strong>Gegen die Strömung</strong></h3>
<p data-start="652" data-end="868">Wie lange ist das schon her?<br data-start="680" data-end="683" />Diese wilde, trotzig-leuchtende Zeit, in der ich gegen die Strömung schwamm –<br data-start="760" data-end="763" />unermüdlich, kämpferisch, mit dem festen Glauben,<br data-start="812" data-end="815" />dass „ewig jung“ doch irgendwie möglich sein müsse.</p>
<p data-start="870" data-end="1115">Ich bin geschwommen, als ob es um mein Leben ginge.<br data-start="910" data-end="913" />Und vielleicht war es das ja auch – das Leben, das sich damals noch beweisen wollte.<br data-start="1000" data-end="1003" />Ich wollte unbesiegbar sein, leuchtend, schnell.<br data-start="1051" data-end="1054" />Ein Funken aus Sternenstaub, der sich weigert zu verglühen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="1117" data-end="1151"><strong>Das Geheimnis des Loslassens</strong></h3>
<p data-start="1152" data-end="1299">Doch irgendwann kamen Worte angeschwommen, leise, aber unaufhaltsam:<br data-start="1220" data-end="1223" /><em>„Altern ist nicht das Ende des Schwimmens. Es ist das Sichtragenlassen.“</em></p>
<p data-start="1301" data-end="1468">Seitdem übe ich.<br data-start="1317" data-end="1320" />Ich schwimme nicht mehr gegen die Zeit, -ich versuche es zumindest.<br data-start="1359" data-end="1362" />Ich lasse mich tragen. Ich lasse mich wandeln.</p>
<p data-start="1301" data-end="1468">Weil mir gar nichts anderes übrig bleibt.<br data-start="1408" data-end="1411" />Also erlaube ich mir, Fluss zu sein – nicht nur die Schwimmerin.</p>
<p data-start="1470" data-end="1683">Das klingt poetisch, ja – aber in Wahrheit ist es auch unbequem.<br data-start="1534" data-end="1537" />Denn das Sichtragenlassen bedeutet, Vertrauen zu haben in das,<br data-start="1599" data-end="1602" />was größer ist als mein Wille, stärker als mein Ehrgeiz, älter als mein Körper.</p>
<p data-start="1685" data-end="1797">Es bedeutet, mit der eigenen Endlichkeit Freundschaft zu schließen –<br data-start="1753" data-end="1756" />und das ist keine leichte Konversation.</p>
<h3 data-start="1799" data-end="1834"><strong>Die Kunst der Durchlässigkeit</strong></h3>
<p data-start="1835" data-end="2032">Ich erfahre: Ich bin nicht weniger geworden.<br data-start="1879" data-end="1882" />Ich bin <em>durchlässiger.</em><br data-start="1908" data-end="1911" />Das Leben geht durch mich hindurch, wie Wasser durch ein Sieb aus Licht.<br data-start="1983" data-end="1986" />Die Formen ändern sich, die Substanz bleibt.</p>
<p data-start="2034" data-end="2399">Manchmal denke ich an Inanna, die sumerische Göttin,<br data-start="2086" data-end="2089" />die hinabstieg in die Unterwelt, um all ihre Kleider und Kronen abzugeben –<br data-start="2164" data-end="2167" />bis sie nackt und verletzlich vor sich selbst stand.</p>
<p data-start="2034" data-end="2399">Vielleicht ist das Altern genau das:<br data-start="2258" data-end="2261" />ein heiliger Abstieg, ein Entkleiden von Rollen, Sicherheiten und Masken.<br data-start="2334" data-end="2337" />Nicht, um zu verlieren – sondern um <em>mehr wahr</em> zu werden.</p>
<h3 data-start="2401" data-end="2423"><strong>Atem des Himmels</strong></h3>
<p data-start="2424" data-end="2625">Und doch – manchmal, wenn der Wind durch mein Haar fährt,<br data-start="2481" data-end="2484" />fühle ich, wie der ganze Himmel in mir atmet.<br data-start="2529" data-end="2532" />Als sei alles, was ich losgelassen habe, zurückgekehrt<br data-start="2586" data-end="2589" />in einer weicheren, größeren Form.</p>
<p data-start="2627" data-end="2820">Ich merke: Das Altern ist kein Verschwinden.<br data-start="2671" data-end="2674" />Es ist ein Rückfließen.<br data-start="2697" data-end="2700" />In den Rhythmus, der uns alle trägt –<br data-start="2737" data-end="2740" />dorthin, wo das Ich nicht mehr kämpft,<br data-start="2778" data-end="2781" />sondern Teil des großen Flusses wird.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="118" data-end="531"><strong>Wer bin ich, wenn die Rollen fallen?</strong></h3>
<p data-start="118" data-end="531">Wenn sich die Parameter der Identifikation auflösen – das, was du glaubtest zu sein, deine Rollen, deine Aufgaben, dein Spiegelbild in den Augen anderer – dann beginnt zuerst ein Zittern. Ein feines, irritierendes Beben im innersten Kern des Ichs.</p>
<p data-start="118" data-end="531">Es ist, als würde der Boden, auf dem du dein Leben gebaut hast, plötzlich weich werden.<br data-start="455" data-end="458" />Nicht, weil er verschwindet, sondern weil er sich in Wasser oder eine Art Treibsand verwandelt.</p>
<p data-start="533" data-end="862">Zuerst kommt oft Angst. Wer bin ich, wenn ich nicht mehr bin, was ich war? Die Therapeutin, die Mutter, die Kämpferin, die Weise, die Liebende – sie alle beginnen, sich voneinander zu lösen wie Häute, die du lange getragen hast.</p>
<p data-start="533" data-end="862"><br data-start="763" data-end="766" />Es ist ein Entkleiden, nicht vor den Augen anderer, sondern vor dem eigenen Spiegel der Seele.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="1153" data-end="1474"><strong>Die stille Revolution der Durchlässigkeit</strong></h3>
<p><strong></strong></p>
<p data-start="1153" data-end="1474">Gesellschaftlich mag es sich anfühlen, als würdest du aus dem Raster gleiten.<br data-start="1230" data-end="1233" />Die alten Antworten auf „Und was machst du so?“ lösen sich in einem milden Lächeln auf, -manchmal.<br data-start="1320" data-end="1323" />Du merkst, dass Zugehörigkeit nicht länger durch Rollen entsteht, sondern durch Resonanz.<br data-start="1412" data-end="1415" />Dass Identität nicht festgeschrieben ist, sondern atmet.</p>
<p data-start="1476" data-end="1792">In diesem Zustand geschieht etwas leise Revolutionäres:<br data-start="1531" data-end="1534" />Du beginnst, dich selbst nicht mehr zu „haben“, sondern zu <strong data-start="1598" data-end="1606">sein</strong>.<br data-start="1607" data-end="1610" />Nicht als Konstrukt, sondern als lebendige Bewegung.<br data-start="1662" data-end="1665" />Die Ich-Form wird durchlässig, und durch diese Poren strömt das Leben selbst – unzensiert, ungeschminkt, unverhandelbar.</p>
<p data-start="1794" data-end="1984">Es ist kein Zustand für die Eitelkeit, aber einer für die Seele.</p>
<h3 data-start="2822" data-end="2835"><strong>Und du?</strong></h3>
<p data-start="2836" data-end="3001">Wie gehst du mit deinem Altern um?<br data-start="2870" data-end="2873" />Welche Mythen begleiten dich dabei – welche Bilder, welche Stimmen?<br data-start="2940" data-end="2943" />Magst du deine Gedanken teilen?<br data-start="2974" data-end="2977" />Ich würde mich freuen.</p>
<p data-start="3003" data-end="3159">Denn vielleicht ist das Altern, wenn wir es gemeinsam betrachten,<br data-start="3068" data-end="3071" />kein Verfall – sondern eine Einweihung &#8211; in das Geheimnis eines noch nicht sichtbaren Werdens.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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		<title>Die Würde und das Altern</title>
		<link>https://soul-fish.net/die-wuerde-und-das-altern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 12:23:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
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		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Altern</strong> – für viele Frauen bleibt es ein leises Tabu, ein Prozess, über den kaum jemand spricht.<br />In einer Gesellschaft, die Jugend und Perfektion vergöttert, wird Reife oft als Schwund erzählt – als etwas, das man korrigieren, verstecken oder besiegen soll. Doch das Altern ist keine Niederlage, sondern eine Verwandlung: eine Einladung, die eigene Tiefe zu betreten.</p>
<p><strong>Als Psychotherapeutin</strong> sehe ich, wie sehr Frauen &#8211; auch mich selbst &#8211;  diese Übergänge bewegen – körperlich, seelisch, spirituell. In jeder Faser ruft der Körper nach Beziehung, nach Aufmerksamkeit, nach einem neuen, liebevollen Dialog. Das Altern macht sichtbar, was lange überhört wurde: Bedürfnisse, Grenzen, Verletzlichkeit – aber auch Weisheit, Selbstkenntnis, Würde.</p>
<p><strong>Als Künstlerin</strong> erforsche ich diesen Wandel in Bildern. In meinen Collagen verschmelzen Körper, Symbole und Seelenlandschaften – sie erzählen von Transformation, von der Schönheit des Gereiften, vom Mut, sichtbar zu bleiben.</p>
<p>So wird Altern für mich zu einem schöpferischen Prozess: ein Abwerfen alter Häute, ein Lauschen auf das, was bleibt, wenn nichts mehr beeindrucken muss.<br />Ein Werden – mitten im Vergehen.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Da ist der Schock, fast wie ein Verrat:</strong></p>
<p>Mein Körper, der mich getragen, wild getanzt, und immer geheilt hat – nun bleibt er immer öfter liegen. Er renkt sich nicht mehr selbst ein, er fordert zunehmend meine Aufmerksamkeit. Er spricht mit brennender Ferse, mit einer Hüfte, die nicht schweigt, mit Müdigkeit, die bleibt.</p>
<p>Es ist meine Begegnung mit einer neuen Dimension des Seins.</p>
<p>Kein Rumwirbeln mehr wie früher, sondern ein stiller Pas de Deux mit der Vergänglichkeit.</p>
<p>Ich war gewohnt, dass mein Körper sich rasch erholt – eine Woche, und alles war wieder gut.</p>
<p>Selbst ist die Frau – kraftvoll und unbeugsam, jederzeit das Schwert schwingend, egal wie schwer die Klinge. Das hat super gut und super lang für mich funktioniert.</p>
<p><strong>Doch jetzt ist es anders:</strong></p>
<p>Ein Infekt, der zwei Monate bleibt, eine Ferse, die immer noch brennt, eine Hüfte, die jede Nacht zu mir spricht. Es ist, als ob mein Körper mir die Endlichkeit ins Ohr flüstert, beharrlich, unüberhörbar.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das erste Erwachen:</strong></p>
<p>Zuerst war da der Frust. Mein Ärger darüber, dass ich nicht mehr so wie sonst immer „funktioniere“, dass sich das „wie früher“ nicht mehr zur Gegenwart machen lässt. Ein Teil von mir wollte die Symptome wegschieben, einfach abkoppeln von der körperlichen Realität: „Wird schon wieder werden!“ So wie es eben immer war.</p>
<p>Doch dieses Jahr geht es nicht mehr so wie früher. Mein Körper verlangt Beziehung, Nähe, Zuwendung und Verbindung zu seinen ganz eigenen Bedingungen.</p>
<p><strong>Das Altern bringt seine eigene Agenda mit:</strong></p>
<p>💧Verlust von Elastizität – die Gelenke melden sich, die Faszien ziehen, Heilung dauert länger.</p>
<p>💧Hormone, die schweigen – der Schutz durch Östrogen ist verblasst, und mit ihm eine jugendliche Leichtigkeit im Stoffwechsel, in Haut und Knochen.</p>
<p>💧Schlaf, der fragiler wird – Nächte, in denen der Körper und die Gedanken rufen, statt sich auszuruhen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In all dem spüre ich ganz deutlich: </strong></p>
<p>Es geht nicht darum, den alten Körper zurückzuerobern. Es geht darum, den neuen zu empfangen. Und das verlangt einen anderen Tanz:</p>
<p>💧Statt zu fordern, beginne ich nun öfter zu lauschen.</p>
<p>💧Statt zu beschleunigen, lerne ich zu verlangsamen.</p>
<p>💧Statt Härte braucht es jetzt Milde, sanfte Bewegung, kleine Rituale.</p>
<p>Das ist mühsam und nicht einfach zu akzeptieren für mich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gesellschaftliche Normen:</strong></p>
<p>Unsere Gesellschaft zeigt uns vor allem das glatte, junggehaltene, „optimierte“ Frauenbild. Aber daneben gibt es eine wachsende Zahl von Frauen, die mit ihrer körperlichen Reife anders umgehen – sichtbar, ungeschönt, kraftvoll.</p>
<p><strong>Wo sind die Vorbilder?</strong></p>
<p>Vielleicht ist das der neue Archetyp, den es schon lange gibt und den es wieder sichtbar zu machen gilt: die Frau, die mit grauem Haar und all den Lebensnarben nicht im Schatten verschwindet, sondern ihre Reife wie einen Mantel trägt – nicht als Makel, sondern als Autorität.</p>
<p>Es gibt sie &#8211; diese Frauen, die ein anderes Bild verkörpern. Sie tragen ihre Jahre sichtbar, ohne sie zu verleugnen. Falten, graues Haar, Narben, langsamere Bewegungen.</p>
<p>Diese Frauen lassen sich nicht mehr von der Diktatur der Anpassung bestimmen. Sie feiern ihren Körper nicht, weil er makellos wäre, sondern weil er Wahrheit trägt. Sie sprechen offen über Schmerz und Veränderung, ebenso wie über Lust, Kraft und Freude.</p>
<p><strong>Worte finden, Wissen und Erfahrung teilen:</strong></p>
<p>Darüber zu sprechen, die Erfahrungen des Alterns hörbar zu machen, ist wesentlich – Worte schaffen Verbindung zu uns selbst und zu anderen, sie werden zur Brücke, die wir brauchen, zu einem Reifen, das uns Tiefe schenkt.</p>
<p>So entsteht ein anderes Bild, das wir mit anderen teilen können:</p>
<p>💧Die Frau, die sich der Logik des Glattbügelns entzieht.</p>
<p>💧Sie trägt ihr Alter wie einen Umhang aus Wahrheit: Falten, graue Strähnen, ein Körper, der nicht mehr eilfertig gehorcht – und gerade darin Würde findet.</p>
<p>💧Sie versteckt nicht, sie verwandelt.</p>
<p>💧Sie versteckt SICH nicht, sie wandelt SICH.</p>
<p>💧Sie verschwindet nicht – sie tritt anders hervor.</p>
<p>In einer Welt, die Jugend zum Maßstab erhebt, verkörpert sie eine andere Schönheit: die Schönheit der Reife, der Klarheit, der unerschütterlichen Präsenz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie gehst du mit deinem Älterwerden um? Ich würde mich freuen, deine Gedanken und Überlegungen zu diesem Thema in den Kommentaren zu lesen!</p></div>
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		<item>
		<title>Wenn die Welt ringsum auseinanderstrebt</title>
		<link>https://soul-fish.net/wenn-die-welt-ringsum-auseinanderstrebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:38:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
		<category><![CDATA[SoulWork, Awareness]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenszyklus]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p id="ember55" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wenn die Welt ringsum auseinanderstrebt und Stimmen einander übertönen, braucht es innere Antennen, um zu erspüren, wohin unsere Lebenskraft fließen darf. Anstatt uns zerstreuen zu lassen, können wir wählen, sie in Bahnen zu lenken, die uns nähren, verbinden und in Bewegung halten.</p>
<p id="ember56" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wenn die Tage kürzer werden, öffnet sich ein Raum, der uns nach innen ruft. Es ist eine Zeit, in der Samen in der Dunkelheit reifen, bevor sie sichtbar werden. Aus dieser Tiefe entspringen Gestalten, Klänge, Bewegungen – das Rohmaterial unserer Kreativität.</p>
<p id="ember57" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Schaffen heißt, sich auf zweierlei einzulassen: auf das Wagnis, ohne Landkarte in unbekanntes Gelände aufzubrechen, und auf die Geduld, dem Unsichtbaren Schutz und Dauer zu schenken.</p>
<p id="ember58" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Schöpferisches Arbeiten bedeutet, zwischen Nähe und Abstand zu pendeln – sich einzulassen, loszulassen, wiederzukehren. Erst im Wechselspiel entsteht Klarheit, und mit ihr der Moment, in dem der nächste Schritt sich zeigt.</p>
<p id="ember59" class="ember-view reader-text-block__paragraph">So tut sich dann die eine Frage auf: Was ist das eine, das mich wirklich ruft – und welcher erste kleine Handgriff öffnet heute die Tür dorthin?</p>
<p id="ember60" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wer diesen Weg geht, lernt auf das unsichtbare Sehen der Nacht zu vertrauen, den Körper als Wegweiser zu achten und in den Stimmen anderer das Echo der eigenen Suche zu erkennen.</p>
<p id="ember61" class="ember-view reader-text-block__paragraph">In diesem Feld aus Fragen und manchmal angespannten Erleben entwickeln sich in mir Bilder, die dann wie eine Befreiung heraussprudeln und oft erst im Nachgang des Betrachtens Sinn machen. So gibt es ein paar neue Digitale Collagen und eine davon hat eine Geschichte, die sie erzählen möchte:</p>
<p id="ember62" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Zu der Stunde, in der die Sterne wie offene und wachsame Augen über der Erde stehen, begegnet die unbekannte Frau dem Stier aus blauem Licht. Ihre Haare fließen im Wind und ihre Füße kennen die Essenz der Erde.</p>
<p id="ember63" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Der Stier, -man mag es ihm nicht ansehen, ist uralt. Er ist das Symbol der Erde, der Fruchtbarkeit, der wilden Naturkraft und des ungezähmten Instinkts. In Mythen trägt er immer schon so manch eine Göttin über Länder und Meere. Er ist das Tier des Mondes, der Sexualität und der schöpferischen Potenz.</p>
<p id="ember64" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Er ist der Stier aus blauem Licht, dessen Hörner die Monde halten und dessen Mähne das Feuer der Welt birgt.</p>
<p id="ember65" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Seine tiefblaue Farbe spiegelt das Heilige, das Transzendente, das in der Materie schlummert.</p>
<p id="ember66" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die unbekannte Frau mit dem weißen Haar trägt keine Schuhe, denn sie ist auf dem Weg zwischen den Welten. Fische schwimmen neben ihr in der Luft, Vögel singen im Element Wasser, und ein Schmetterling führt sie, als sei er ein Bote der Verwandlung.</p>
<p id="ember67" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sie erklimmt den Rücken des Stieres aus azurblauer Substanz. Jeder seiner Schritte klingt wie der Herzschlag der Erde. Seine Hörner sind nicht aus Horn, sondern aus Mondlicht geschnitzt. In seiner Mähne wohnt das Feuer der Elemente. Er trägt Spiralen und Siegel auf seiner Haut – alte Schriftzeichen, die weder gelesen noch vergessen werden können, nur gespürt: das Alphabet des Unbewussten.</p>
<p id="ember68" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Frau ohne Namen mit Haaren wie fließende Zeit, verschmilzt mit dem Stier. Sie ist das Bewusstsein, die Seele und das Lenkende, die es wagt, auf der Materie zu reiten.</p>
<p id="ember69" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Seele bewegt sich mit der Materie, das Leichte auf dem Schweren, das Unendliche auf dem Endlichen. So schreitet der Stier mit der Frau auf dem Rücken über den Hügel, nicht Geist oder Fleisch, Himmel oder Erde, sondern immer beides, zugleich.</p>
<p id="ember70" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Auf dem höchsten Hügel bleibt der Stier schließlich stehen und spricht ohne Worte in den Wind der Zeit: „Ich bin die Kraft, die trägt. Du bist der Atem, der lenkt. Ohne dich bleibe ich blind, ohne mich wirst du bodenlos. Gemeinsam sind wir Gleichgewicht.</p></div>
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		<title>Demeter &#8211; Aspekte des Weiblichen</title>
		<link>https://soul-fish.net/demeter-aspekte-des-weiblichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 11:47:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Goddesses]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Als <strong>Persephone, die geliebte Tochter der Göttin Demeter</strong>, von Hades in die Unterwelt entführt wird, legt sich eine tiefe Finsternis über die Welt. Demeter, Göttin der Fruchtbarkeit und des Getreides, ist von Trauer gelähmt. Sie streift ruhelos über die Erde, sucht ihre Tochter und weigert sich, Nahrung sprießen zu lassen. Felder verdorren, Bäume werfen ihre Blätter ab, und die Menschen beginnen zu hungern. Die Welt hält den Atem an.</p>
<p>Alle Götter versuchen, sie zu besänftigen – vergebens. Kein Wort, kein Trost erreicht sie. Ihre Trauer ist so groß wie der Abgrund selbst.</p>
<p>Da tritt <strong>Baubo </strong>auf<strong>, eine Dienerin im Haus des Königs von Eleusis</strong>, wo Demeter Zuflucht gefunden hat. Sie ist weder mächtig noch göttlich, aber sie trägt etwas in sich, das älter ist als alle Gesetze der Götter: die rohe, ungezähmte Kraft des Ur-Weiblichen.</p>
<p>Baubo sieht die Göttin, schwer und stumm in ihrer Trauer, und erkennt: Nur ein Schock, nur ein Lachen, das aus den Tiefen des Bauches kommt, kann sie zurück ins Leben rufen. Also greift sie zu einem Mittel, das radikal ist – und heilig. Sie hebt ihr Gewand, entblößt ihre Vulva und spricht einen derben Scherz, so unverschämt, dass selbst die Schatten der Unterwelt erzittern würden.</p>
<p><strong>Und da geschieht das Wunder:</strong> Demeter, die seit Tagen nicht gelacht hat, schaut – und lacht. Erst zögerlich, dann bebt ihr ganzer Körper, und aus ihrem Lachen quillt Leben. Ein Riss geht durch die Mauer ihrer Trauer, Licht dringt ein, Wärme kehrt zurück.</p>
<p>Die Erde atmet auf.</p>
<p>Denn in diesem Augenblick, in dieser obszönen, wilden, heiligen Geste, erinnert sich die Göttin an das, was sie selbst ist: Quelle des Lebens, Schoß der Welt, Urmutter, deren Kraft nicht im Kopf, sondern im Schoß, im Lachen, im Blut und in der Erde liegt.</p>
<p>Baubo zeigt mit ihrer Vulva nicht bloß einen Körperteil – sie zeigt das Tor des Lebens, die Ursprünglichkeit, die Kraft, die keine Ordnung und kein Tod je ganz bezwingen kann. In dieser Geste liegt Fruchtbarkeit, Lebenskraft, der Trotz gegen Verzweiflung. Und darin liegt auch die Botschaft: Das Leben will weitergehen. Selbst im Angesicht des Todes.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;">                 Bauba</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Symbolische Bedeutung der Baubo-Geste</strong></p>
<p>Das Ur-Weibliche als Quelle des Lebens<br />Baubos entblößte Vulva ist nicht obszön im modernen Sinn, sondern ein uraltes Symbol für das schöpferische Prinzip. Sie verkörpert den Schoß der Erde, den Ursprung allen Lebens. Diese Geste erinnert Demeter – und uns – daran, dass Leben aus dem Körperlichen, dem Weiblichen, dem Erdverbundenen kommt.</p>
<p>Heilige Obszönität – Lachen als Heilung<br />Das Lachen, das Baubo auslöst, ist kein oberflächliches Vergnügen, sondern eine archaische, reinigende Kraft. In vielen Mythen wird das Heilige durch Humor und Körperlichkeit beschworen. Hier wird das Weibliche nicht nur als fruchtbar, sondern auch als heilend dargestellt: der Schoß und das Lachen durchbrechen den Bann von Tod und Trauer.</p>
<p>Die Macht des Schocks und der Umkehrung<br />Baubo benutzt eine Grenzüberschreitung, um einen Stillstand zu lösen. Ihre Geste bricht mit der Norm, stellt das Hierarchische auf den Kopf: Eine einfache Dienerin „belehrt“ eine Göttin. Dies zeigt, dass die weibliche Urkraft nicht an Status oder Macht gebunden ist – sie ist universell, roh, ungezähmt.</p>
<p>Integration des Körpers in das Spirituelle<br />Die Szene vereint das Körperliche und das Göttliche. Spiritualität ist hier nicht entrückt oder asketisch, sondern tief verwurzelt im Leib, in den Zyklen, in der Sexualität. Das Weibliche wird nicht als sündig oder minderwertig dargestellt, sondern als das Tor zum Leben und zur Erneuerung.</p>
<p>Fruchtbarkeit als Trotz gegen den Tod<br />Während Demeter den Winter der Trauer über die Welt bringt, ruft Baubos Geste den Frühling herbei. Es ist ein Akt des Lebenswillens, ein uraltes Nein gegen die Starre des Todes. Die Vulva wird zum Symbol für Hoffnung, Schöpfung und zyklische Wiederkehr.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Feministische &amp; Archetypische Deutungen</strong></p>
<p>Marija Gimbutas – „Die Sprache der Göttin“ (Bedeutung von Vulva-Symbolen in der alten europäischen Kultur.), Erica Jong – „Sappho’s Leap“ (auch Essays -Bezüge zum weiblichen Humor und erotisch-fruchtbaren Archetypen.), Clarissa Pinkola Estés – „Die Wolfsfrau“ (Women Who Run With the Wolves), Mary Daly – „Gyn/Ecology“ (Radikale feministische Analyse, inkl. Vulva-Symbolik als Machtquelle.)</p></div>
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		<title>In den Tiefen der Psyche: Misstrauen erkennen und transformieren</title>
		<link>https://soul-fish.net/eine-chance-zur-selbstentfaltung/</link>
					<comments>https://soul-fish.net/eine-chance-zur-selbstentfaltung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 11:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Goddesses]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[SoulWork, Awareness]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persephone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Archetypen des weiblichen Misstrauens sind symbolische Figuren, die spezifische Ängste, Unsicherheiten und Schattenseiten verkörpern, die oft in Frauenbeziehungen auftreten. Diese Archetypen spiegeln tief verwurzelte Muster wider, die Misstrauen nähren und Beziehungen belasten können.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In den tiefsten Tiefen unserer Psyche schlummern oft Ängste und Unsicherheiten, die unser Vertrauen in andere und uns selbst beeinflussen. Besonders unter Frauen können diese Schattenseiten zu einem tiefen Misstrauen führen, das sich in archetypischen Mustern widerspiegelt. Diese dunklen Aspekte unserer Persönlichkeit haben einen enormen Einfluss auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, da sie oft unbewusst unsere Wahrnehmung und unser Verhalten prägen.</p>
<p>Es ist faszinierend zu beobachten, wie Archetypen – symbolische Figuren, die die dunklen Seiten der menschlichen Psyche verkörpern – in unseren täglichen Interaktionen eine Rolle spielen. Diese Archetypen spiegeln nicht nur unsere eigenen Ängste wider, sondern auch die kollektiven Herausforderungen, denen wir in Beziehungen begegnen. In meiner eigenen Erfahrung habe ich oft festgestellt, dass diese verborgenen, oft unterdrückten Aspekte unserer Persönlichkeit einen elementaren Einfluss auf unser Vertrauen haben.</p>
<p>Doch hier liegt auch eine große Chance: Wenn wir den Mut haben, uns unseren Schatten zu stellen, können wir die Muster des Misstrauens aufbrechen, die uns zurückhalten. Diese Reise erfordert Mut, aber sie bietet auch eine immense Chance zur Selbstentfaltung. Indem wir uns unseren Ängsten stellen und unsere verletzlichen Seiten offenbaren, schaffen wir Raum für tiefere, authentischere Verbindungen mit anderen.</p>
<p>In einer Zeit, in der oberflächliche Verbindungen oft die Tiefe zwischenmenschlicher Kontakte überschattet, ist es wichtiger denn je, sich bewusst mit den eigenen Schatten auseinanderzusetzen. Für mich als Frau ist es entscheidend, alte Muster des Misstrauens zu erkennen und abzulegen, um stattdessen ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen. Mutig und einfühlsam können wir so gemeinsam wachsen und uns gegenseitig stärken.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_21">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Was gehört dazu?</strong></h3>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Innere Muster erkennen</strong>: Den Mut haben, tief in sich hineinzuschauen und die Muster zu identifizieren, die Misstrauen nähren.</li>
<li><strong>Verborgene Ängste ansprechen</strong>: Offen über unsere Ängste zu sprechen, um sie zu entmachten.</li>
<li><strong>Den eigenen Wert erkennen</strong>: Selbstwertschätzung entwickeln und sich selbst als würdig und liebenswert anerkennen.</li>
<li><strong>Ehrliche Kommunikation fördern</strong>: Offen und authentisch miteinander kommunizieren, um Vertrauen aufzubauen.</li>
<li><strong>Solidarität statt Konkurrenz</strong>: Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung in den Vordergrund stellen, anstatt sich in Konkurrenz zu sehen.</li>
<li><strong>Archetypen neu definieren</strong>: Negative archetypische Rollen wie die Rivalin, den Verräter oder die Außenseiterin hinterfragen und umgestalten.</li>
<li><strong>Bewusstseinsarbeit in Gemeinschaften</strong>: Gemeinsam an der persönlichen und kollektiven Bewusstseinsentwicklung arbeiten.</li>
<li><strong>Persönliche und kollektive Verantwortung übernehmen</strong>: Verantwortung für unsere eigenen Gefühle und Handlungen übernehmen, um das kollektive Bewusstsein zu heilen.</li>
<li><strong>Wissen teilen</strong>: Erfahrungen und Erkenntnisse miteinander teilen, um voneinander zu lernen.</li>
<li><strong>Safe Spaces kreieren</strong>: Räume schaffen, in denen sich jede*r sicher und unterstützt fühlt.</li>
<li><strong>Langfristige Netzwerke pflegen</strong>: Beziehungen und Netzwerke bewusst pflegen und aufbauen, die auf Vertrauen und Unterstützung basieren.</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div><div class="et_pb_section et_pb_section_12 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><div class="et_pb_row et_pb_row_2">
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<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
<div class="et_pb_text_inner">
<p><strong>Durch diese Schritte können wir einen Paradigmenwechsel in uns selbst und in unseren Gemeinschaften initiieren und fördern.</strong><span> </span>Es ist ein kontinuierlicher Prozess, alte Muster zu hinterfragen und durch neue, unterstützende und vertrauensvolle Beziehungen zu ersetzen.</p>
<p>Die Erforschung unserer Schatten und die Wiederentdeckung der Kraft des Vertrauens ist keine leichte Aufgabe, aber sie lohnt sich.</p>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Die Archetypen des weiblichen Misstrauens</strong></h3>
<p>sind symbolische Figuren, die spezifische Ängste, Unsicherheiten und Schattenseiten verkörpern, die oft in Frauenbeziehungen auftreten. Diese Archetypen spiegeln tief verwurzelte Muster wider, die Misstrauen nähren und Beziehungen belasten können. Hier sind einige der prominentesten Archetypen des weiblichen Misstrauens:</p>
<ul>
<li><strong>Die Rivalin</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp verkörpert den Glauben, dass andere Frauen eine Bedrohung darstellen. Die Rivalin sieht die Welt durch die Linse des Wettbewerbs, in dem es darum geht, die „Bessere“ zu sein – sei es in Bezug auf Aussehen, Erfolg oder Beziehungen. Das Gefühl, dass es nur Platz für eine gibt, führt zu Eifersucht, Vergleichen und einem Mangel an Solidarität.</p>
<ul>
<li><strong>Die Verräterin</strong></li>
</ul>
<p>Die Verräterin steht für die Angst vor Loyalitätsbrüchen. Dieser Archetyp geht davon aus, dass Freundschaften und Bündnisse leicht zerbrechen können, oft durch Intrigen oder Vertrauensbrüche. Das Misstrauen gegenüber anderen Frauen wächst, weil man erwartet, dass die eigene Freundlichkeit oder Vertraulichkeit irgendwann verraten wird.</p>
<ul>
<li><strong>Die Königin der Manipulation</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp nutzt Charme, Macht oder emotionale Manipulation, um Kontrolle über andere Frauen auszuüben. Die Königin der Manipulation misstraut anderen, weil sie selbst misstrauisch ist und daher glaubt, dass auch andere manipulativ und unehrlich sind. Diese Figur spiegelt eine tiefe Angst vor Kontrollverlust wider und verhindert authentische Verbindungen.</p>
<ul>
<li><strong>Die Außenseiterin</strong></li>
</ul>
<p>Die Außenseiterin fühlt sich von der Gemeinschaft oder Gruppe ausgeschlossen und hat das Gefühl, nicht dazuzugehören. Diese Wahrnehmung führt zu einem tiefen Misstrauen gegenüber der Gruppe und einzelnen Mitgliedern, da sie glaubt, dass andere sie absichtlich ausgrenzen oder nicht schätzen. Dieses Misstrauen verstärkt die Isolation und den Rückzug aus sozialen Kontakten.</p>
<ul>
<li><strong>Die Misstrauische Mutter</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp projiziert die eigenen Ängste und Unsicherheiten auf andere Frauen, oft als Schutzmechanismus. Die Misstrauische Mutter ist überfürsorglich und versucht, sich und andere vor potenziellen Gefahren zu bewahren. Dabei entsteht jedoch eine Atmosphäre des Misstrauens, in der offene Kommunikation und Vertrauen erschwert werden.</p>
<ul>
<li><strong>Die Perfektionistin</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp strebt nach unerreichbarer Perfektion und glaubt, dass andere Frauen sie ständig beurteilen. Die Perfektionistin misstraut anderen, weil sie glaubt, dass jeder Fehler oder jede Schwäche ausgenutzt oder verurteilt wird. Diese Haltung führt zu übermäßiger Selbstkritik und einem Gefühl der Isolation, da echte Nähe und Verständnis als Gefahr empfunden werden.</p>
<ul>
<li><strong>Die Schattenkriegerin</strong></li>
</ul>
<p>Die Schattenkriegerin ist immer auf der Hut und erwartet Verrat und Feindseligkeit von anderen Frauen. Sie interpretiert Handlungen und Worte häufig negativ und glaubt, dass andere sie schädigen wollen. Diese ständige Wachsamkeit verhindert das Entstehen von Vertrauen und fördert eine Atmosphäre des Konflikts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Spirituelle Führung auf dem Weg zur Selbsterkenntnis</strong></h3>
<p><span>Die Schatten der weiblichen Psyche sind oft tief und vielschichtig, doch sie bergen auch eine immense Kraft zur Transformation. Wenn wir uns diesen verborgenen Teilen unserer Selbst widmen, können wir nicht nur unser Vertrauen stärken, sondern auch ein tieferes Verständnis für unsere Emotionen entwickeln. Archetypen wirken dabei als Wegweiser, die uns helfen, unsere inneren Anteile zu erkennen und zu akzeptieren. Sie zeigen dir, welche Ressourcen in dir schlummern und wie du diese aktivieren kannst, um Selbstvertrauen aufzubauen. Durch den Prozess des Erkundens und Anerkennens dieser archetypischen Muster gewinnst du kraftvolle Einsichten über dich selbst. Emotionen spielen eine zentrale Rolle in diesem Prozess; sie sind nicht nur Begleiter, sondern auch Lehrer. Indem du deine inneren Spannungen anerkennst und verstehst, öffnest du den Raum für Vertrauen und Heilung. In dieser Reise ist Gemeinschaft ein wertvoller Anker. Die Unterstützung anderer kann dir helfen, den Mut zu finden, deine Schatten zu durchdringen und die volle Tiefe deiner weiblichen Psyche zu entdecken.</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schreibe gerne deine Gedanken in die Kommentare!</strong></p>
<p><span>&#8230;..und wenn du Bock auf neue Impulse, Veränderung und Transformation hast, melde dich bei mir! Ein unverbindliches und völlig kostenfreies Informationsgespräch kann dir mehr Klarheit bringen.</span></p>
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		<title>Donar-Eiche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 22:43:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Vom Paganismus zum Christentum: Wie die Zerstörung der Donar Eiche</h1>
<h1>eine Wende in Europa einleitete, die auch für die soziale Stellung der Frau</h1>
<h1>große Folgen hatte</h1>
<p>In der Geschichte Europas spielte die Zerstörung der Donar Eiche eine entscheidende Rolle darin, wie sich die religiöse Landschaft der Region veränderte. Der Wandel von einem polytheistischen Paganismus zu einem monotheistischen Christentum nahm durch das fanatische Missionieren so manch Auserwählter einen rasanten Entwicklungslauf.</p>
<h2>Die Bedeutung der Donar Eiche in der germanischen Mythologie</h2>
<p>Die Donar Eiche, auch bekannt als Thor Eiche, spielte eine wichtige Rolle in der germanischen Mythologie. Sie wurde verehrt und als heiliger Ort angesehen. Die Eiche symbolisierte Stärke und Macht und war ein Ort für Rituale und Opfergaben. Besonders Thor, der Gott des Donners und Blitzes, wurde mit der Eiche in Verbindung gebracht. Es wird gesagt, dass er seinen Hammer Mjölnir in der Eiche versteckte, um ihn vor Feinden zu schützen. Für die Menschen war die Donar Eiche von großer Bedeutung. Sie diente als Treffpunkt für Versammlungen und Gerichtsverhandlungen.</p>
<p>Die Eiche wurde als heilig angesehen und verehrt, da sie als Wohnsitz der Götter und Geister galt. Die Menschen glaubten, dass sie durch die Verehrung der Donar Eiche Schutz und Segen von ihren Göttern erhalten würden. Der Kult um die Eiche war so stark verbreitet, dass er sich bis in das Christentum hinein fortsetzte, als die Kirche versuchte, die alten Bräuche zu unterdrücken.</p>
<p>Die Bedeutung der Donar Eiche für den Paganismus war so groß, dass ihre Zerstörung durch den umtriebigen Missionar Bonifatius im 8. Jahrhundert eine Wende in Europa einleitete. Mit der Vernichtung des heiligen Baumes wurden auch die alten Glaubensvorstellungen der Germanen zerstört und das Christentum konnte sich immer mehr durchsetzen.</p>
<h2>Das Schicksalsjahr 723</h2>
<p>Im Jahr 723 ließ der englische Missionar Bonifatius eben jene Eiche im Zuge der Zwangschristianisierung als Reaktion auf die höchst aufmüpfigen Chatten, die damals im heutigen Hessen siedelten, fällen. Damit wollte er den Widerständlern zeigen, dass ihre Götter besiegbar und bei Gott nicht allmächtig waren. Im selben Jahr noch wurde Bonifatius vom damaligen Papst Gregor III zum Erzbischof ohne festen Sitz und zum päpstlichen Vikar des deutschen Missionsgebietes ernannt. Offensichtlich hatte sich dessen erbitterter Einsatz gegen die Vielgötterei bezahlt gemacht.</p>
<p>Einige Forscher sehen die Germanische Mythologie als Ausdruck, der damals immer noch deutliche matriarchale Spuren in sich trug. Im Mittelpunkt dabei standen oft starke und mutige Frauen, die ihre Wünsche und Ziele durchsetzten. Wohlbekannt in diesem Zusammenhang sind die Erzählungen der Walküren, die als Kriegerinnen und Schicksalsgöttinnen sogar über das Leben von Männern entscheiden konnten. Doch bereits zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde schon fleißig missioniert. Es wurden Klöster gegründet und den Frauen wurde von den aufstrebenden Christen das Tragen von Waffen und die Teilnahme and Waffenübungen verboten.</p>
<p>So war letztendlich das Fällen eben jener Donar Eiche nicht die Schwäche der alten Götter, die damit aufgezeigt wurde, sondern es war die Vernichtung und Vergewaltigung einer sakralen Erinnerungskultur, die damit angestrebt wurde. Die Generationen danach würden nicht nur ihre Heiligtümer sondern auch ihre Stammesstrukturen vergessen, die Frauen eine bedeutende Rolle in ihrer Gesellschaft einräumten.</p>
<p>Es war ein Akt der Unterdrückung und des Machtmissbrauchs, der bis heute seine Spuren in unserer Kultur hinterlassen hat. Denn auch wenn die alten Götter längst vergessen sind, so ist es doch wichtig zu verstehen, dass sie Teil eines komplexen Gefüges waren &#8211; einer Weltanschauung und Lebensweise, die über Jahrtausende hinweg gewachsen war. Die Zerstörung von sakralen Plätzen und ihren Heiligtümern sowie die Entmachtung der weiblichen Kräfte war und ist häufig der erste Schritt im Zuge einer Machtübernahme oder Destabilisierung einer Volksseele. Doch trotz all dieser Unterdrückung und Entmachtung haben sich die weiblichen Kräfte nie ganz ausgelöscht lassen. Sie waren immer da, in den Schatten verborgen oder unter einem anderen Namen verehrt.</p>
<h2>Die Renaissance der alten Weisheit</h2>
<p>Immer öfter erleben wir die Ahnung einer Renaissance der alten Weisheit und des Wissens um die heilige Verbindung zwischen Mensch und Natur. Immer mehr Frauen erkennen ihre eigene Kraft und ihr Potenzial als Hüterinnen von Traditionen, Heilerinnen, Künstlerinnen und Visionärinnen. Sie finden zusammen in Gemeinschaften, teilen ihr Wissen miteinander und bringen es zurück in unsere Gesellschaft &#8211; mit dem Ziel nicht länger Opfer einer patriarchalen Ordnung zu bleiben, sondern als gleichberechtigte Mitspielerinnen auf dem Feld des Lebens. Die Rückbesinnung auf das Weibliche ist dabei kein Akt der Abgrenzung oder Ablehnung gegenüber Männern &#8211; im Gegenteil: Es geht darum zu verstehen, dass beide Pole notwendig sind für ein harmonisches Gleichgewicht innerhalb unserer Welt. Denn nur wenn wir uns wieder mit unseren eigenen natürlichen Rhythmen verbinden können – sowohl männlich wie auch weiblich – wird es möglich sein eine neue Form von Zusammenleben zu erschaffen; eines welches geprägt ist durch Respekt vor allem Leben sowie Anerkennungen aller Gaben welche jede*r einzelne bringt.</p>
<p>Es mag noch ein weiter Weg sein bis zur vollständigen Integration beider Pole aber jede Frau (und Mann), welche sich selbst erkennt kann einen Teil dazu beizutragen indem sie ihre eigene innere Balance findet, diese nach außen trägt und in ihrer Kraft sichtbar wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Weitere Inhalte über Archetypen, archetypische Muster, transgenerationale Themen und die vielen Wege der Selbstfindung gibt es in meiner privaten Community.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Komm dazu!</strong></p>
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		<title>Persephone</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 21:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
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		<category><![CDATA[Griechische Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persephone]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Begegnung mit der Göttin Persephone</strong></p>
<p>Das Jahr 2023 wurde eingeläutet und häufig wurde der Planet Pluto nachdrücklich erwähnt, der nach langem Verweilen im Zeichen des Steinbocks am 23.03.2023 das erste Mal für kurze Zeit in das Zeichen des Wassermanns eintauchte. Meine Neugierde war entfacht und so begab ich mich auf eine kleine Reise in Sachen kalter Himmelskörper. Schnell landete ich bei meiner Recherche von den Gestirnen im Land der römischen und griechischen Götter.</p>
<p><strong>Vorgeschichte</strong><br />Pluto und Hades sind in der römischen und griechischen Mythologie die Götter der Unterwelt. Sowohl den römischen wie den griechischen Herrscher der Unterwelt erfüllte ein und dasselbe große Verlangen: der römische Pluto, ein Bruder von Zeus, begehrte Proserpina, und der griechische Hades bat Zeus um Vermittlung für ein Gespräch mit Persephones Mutter, da er ihre Tochter zu ehelichen plante. Zeus hatte kein Bedürfnis sich in all diese Belange einzumischen, zumal er wusste, dass Demeter ihre Tochter nicht freiwillig dem Gott der Unterwelt zur Ehelichung überlassen würde. So zuckte Zeus mit den Schultern und gab seinem Bruder zu verstehen, dass dieser die Macht habe, sich Persephone auch ohne Demeters Einverständnis zu bemächtigen. Soviel sei hier zur der weitläufig bekannten Vorgeschichte erwähnt, die sich in ihrer ursprünglichen Form durch den sozialen Zeitenwandel essentiell veränderte.</p>
<p><strong>Persephone</strong><br />Persephone, eine Tochter von Zeus und Demeter, ist eine wichtige Göttin in der griechischen Mythologie. Die frühesten Mysterienkulte Griechenlands feierten das Wiedererwachen der Natur in  Persephones Rückkehr in die Oberwelt. Die Mysterien der alten Zivilisationen, deren Praktiken bis auf das Jahr 1500 v. Chr. zurückgehen, wurden um drei zentrale Zeremonien herum aufgebaut: Abstieg und Untergang, Opfer und Fasten und Wandlung in der Rückkehr von Licht und neuem Leben. Von Ägypten, wo Verbindungen zu den Göttinnen Isis und Gaia zu finden sind, kam der alte Kult der Fruchtbarkeitsverehrung über Kreta nach Griechenland. Die heilige Geschichte von Mutter und Tochter existierte lange vor dem jüdisch-christlichen Glauben an einen göttlichen Vater und einen göttlichen Sohn.</p>
<p>Demeters Tochter, Persephone oder Kore, ist die Korn-Jungfrau, die das neue Erblühen der kommenden Ernte verkörpert. Jeden Herbst hielten ausschließlich die Frauen des frühen Griechenlands ein dreitägiges, landwirtschaftliches Fruchtbarkeitsritual ab. Der Kult fand später seinen Weg über Sizilien nach Rom, wo Demeter und Persephone als Ceres und Proserpina verehrt wurden.<br />Persephone ist in ihrer ersten Entwicklungsstufe als Kore bekannt und verkörpert die jugendliche, lebhafte und bezaubernde Göttin des Frühlings. Ihre Mutter Demeter liebte und beschützte sie, bis Hades, ihr Onkel und Herrscher der Unterwelt, sie eines Tages entführte und in sein Reich brachte. An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass im ursprünglichen Kult von Demeter und ihrer Tochter sowie in den Traditionen, die ihrer Mythologie vorausgingen, keinerlei Anspielung auf Vergewaltigung oder Entführung zu finden sind. Erst die später eingeführte olympische Version des Mythos enthielt dieses Element. Die homerische Hymne an Demeter, eine Geschichte aus dem siebten Jahrhundert v. Chr., erzählt die weithin bekannte Erzählung von Persephones Entführung in die Unterwelt und ihrer anschließenden unfreiwilligen Vereinigung mit Hades.<br />Obwohl Persephones Darstellung als Entführungs- Vergewaltigungsopfer eine vorherrschende Interpretation in ihrem Wandlungsprozess ist, wird angenommen, dass sie nach einem Wechsel von der matrifokalen zur patriarchal geordneten Gesellschaftsform als gängige Interpretation in die traditionelle Mythologie aufgenommen wurde. Diese Änderung war nicht Teil der ursprünglichen Geschichte, wie historische Aufzeichnungen belegen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie ging nun die Geschichte weiter? Eines Tages entstieg Persephones Onkel Hades einer Erdspalte und entführte die friedlich auf einer Wiese spielendende und Blumen pflückende Maid in die Unterwelt. Es soll, wie bereits erwähnt, zu Gewalt und Vergewaltigung gekommen sein. Ohne großem Ritual oder einer entsprechenden Feier landete Persephone als Göttin der Unterwelt auf dem Thron der Toten und umherirrenden Seelen. Demeter war so traurig über den Verlust ihrer Tochter, dass sie für einen langen Zeitraum die Erde verdorren und keine Früchte mehr wachsen ließ. Letzten Endes wurde Zeus, der König der Götter, eingeschaltet und nach zähem Ringen und Hin und Her wurde ein Kompromiss gefunden. Hades gab Persephone nur widerwillig frei, aber bevor sie ging, gab das Schlitzohr ihr die Frucht der Toten, nämlich Granatapfelkerne zu essen. Da Persephone diese gegessen hatte, war es ihr auferlegt, fortan jedes Jahr für einige Monate in die Unterwelt zurückkehren, was die Zeit der Wintermonate und den Rückzug der Natur ins Erinnere symbolisiert. Wenn Persephone wieder zurück auf die Erde kam, begann wieder der Frühling und die Natur erblühte erneut. Soviel zu der allgemein bekannten Version.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die weitaus weniger bekannte Variante dieser Erzählung geht auf die Inhalte zurück, die noch vor der sozialen Wandlung von matrilinearen zu patriarchalen Strukturen in dem Mythos zu finden sind. Es wird eine glückliche und unbeschwerte Zeit für Mutter und Tochter beschrieben, das Korn wächst jedes Jahr vom Zauber Demeters umhüllt, die Samen erwachsen genährt aus der Unterwelt. Dies war eine beseelte Zweisamkeit, bis Persephone die Existenz umherirrender Seelen wahrzunehmen beginnt. Da trifft Persephone von sich aus die Entscheidung, ihre Reise in die Welt der Toten anzutreten, um ihnen Hilfe, Segnung und Erlösung zu bringen. In dieser Variante der Erzählung wird Persephone als eigenständig handelnd dargestellt. Sie trifft ihre Entscheidungen in Übereinstimmung mit ihrem Herzen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Demeter wollte ihre Tochter nicht in das Reich der Toten ziehen lassen, konnte sich aber am Ende der Entscheidung (Abnabelungsschritt) der Tochter nicht entgegenstellen. Nach geraumer Zeit im Dienste der Unterwelt kehre Persephone zurück auf die Erde. Ihre Rückkehr wurde durch das Sprießen und Erblühen von Frühlingsblumen zu Füßen Demeters angekündigt. Ihrem inneren Ruf folgend kehrte Persephone nach der jährlichen Getreideernte wieder ins Reich der Toten zurück, um weiter den Seelen im Totenreich zu dienen.</span></p>
<p><span>Die Eleusinischen Mysterien, eine zentrale religiöse Tradition, deren Wurzeln bis in die mykenische Zeit (ca. 1400-1200 v. Chr.) zurückreichen, drehten sich um Persephone und ihre Mutter Demeter. Ähnlich dem Mythos von Inanna-Ereshkigal in der sumerischen Kultur, bedeutet das Durchqueren der Unterwelt Wandlung und Transformation des individuellen Lebens im zyklischen Takt der Natur. Ein stetes und ewiges Kommen und Gehen, Sterben und Geborenwerden im Rad des Lebens. Symbolisch gilt dies auch für Menschen, die lebensverändernden Übergänge, Krankheiten, intensives Leiden oder Verlust erleben und das Tor zur Unterwelt auf Grund ihrer Erfahrungen auf ihre individuelle Art durchschreiten. Im antiken Griechenland wurden Gottheiten häufig mit mehreren Identitäten in Verbindung gebracht. Dies zeigt sich in der Göttin Persephone, Demeter und Hekate (das ältere Ich von Demeter). Es wird angenommen, dass die drei Gesichter und seelischen Entwicklungsstufen dieser Göttin als eine Einheit verehrt wurden.</span></p>
<p>Meine Neugierde, etwas mehr über den Planeten Pluto herauszufinden, war der ursprüngliche Auslöser dafür, dass ich letzten Endes wieder einmal bei den alten Mythen gelandet bin. Doch wofür Pluto im astrologischen Kontext steht, mag hier zum Abschluss noch erwähnt sein. Die Transformation, die wir durch eine Reise in die Unterwelt erfahren, kann sich konkret auf unser Ableben beziehen oder aber auf seelische Wandlungen, die wir erleben, wenn tiefe Schatten in unser Leben treten, bzw. das Schicksal uns auf seine Art zur Begegnung mit dem Reich der Schatten zwingt. So ist es nicht von ungefähr, dass der Planet Pluto Transformation und die Kraft der tiefsten Wandlung verkörpert und Urkräfte jenseits aller moralischen Wertungen in sich trägt. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass er als Planet genau für die Macht jener Transformationen steht, die wir als Menschen unausweichlich durch Krisen und dem Auflösen von seelischen Verstrickungen erfahren. So finden wir in dem Sterben alter Strukturen die Heilkräfte, die tief in unserer Seele schlummern und die uns ein Stück weit mehr auf Augenhöhe mit unsrer Wahrheit bringen.</p>
<p>Weiterführende Lektüre: &#8222;Die verlorene Göttin&#8220;, Birgit Weidmann, &#8222;Lost Goddesses of Early Greece&#8220;, Charlene Spretnak, &#8222;<span>Inanna &#8211; Gilgamesch &#8211; Isis &#8211; Rhea&#8220;, Heide Göttner-Abendroth</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span></span></p></div>
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		<title>Artemis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 09:14:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong style="font-size: 16px;">Artemis</strong></p>
<p>Während Artemis von den Griechen vor allem als Göttin der Jagd, des Waldes und des Mondes verehrt wurde, galt sie im weiteren Sinne auch als Schutzpatronin der Frauen und Kinder, der Straßen und ihrer WanderInnen, sie stellte ihren Schutz für alle Gewässer und  Schiffe bereit und wachte über den Handel sowie jeden Wandel – alles in allem ist Artemis eine vielbeschäftigte jungfräuliche Göttin, die durch ihre Verbundenheit zu Natur und den Tieren in den Reichen der Wildnis und der blühenden Auen ihre Heimat findet.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Die jungfräuliche Göttin Artemis gehörte zu den zwölf Göttern des Olymps. Diese sind  Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos, Hestia und Artemis. Zu ihren ständigen Begleitern zählen der Pfeil sowie der mit großer Treffsicherheit ausgestattete silberne Bogen; zu den weiteren Erkennungsmerkmalen zählen das Wermutkraut und die Zypresse.</span></p>
<p>Artemis und ihr Zwillingsbruder Apollon werden in den Überlieferungen des griechischen Dichters Hesiod als Kinder des Zeus und einer seiner Geliebten, der Titanin Leto, beschrieben. Zeus&#8216; Frau Hera, getrieben von Eifersucht, jagte und verfluchte die schwangere Leto, so dass Leto keinen geeigneten Ort für die Geburt ihrer Kinder finden konnte. Erst als viele andere Götter und Göttinnen des Olymps an Letos Seite standen, konnte endlich die Geburt auf der von Poseidon geschaffenen Insel Delos stattfinden.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="font-size: 16px;">Artemis übernahm als Erstgeborene sofort nachdem sie geboren wurde die Aufgabe ihrer Mutter bei der Geburt ihres Bruders Apollon zur Seite zu stehen. Dies war der Wegbereiter dafür, von nun an Artemis als Schutzgöttin der Geburt anzurufen. Als Erstgeborene symbolisiert Artemis den weiblichen Mond, die männliche Kraft der Sonne wird dem zweitgeborenen Apollon zugeordnet.</span></p>
<p>Artemis gilt aus heutiger Sicht als Göttin der Freiheit und Selbstbestimmung. Artemis ist eine unabhängige Göttin, die sich ausschließlich an dem Ruf ihres Herzens orientiert. Als schon von Hesiod beschriebene umtriebige Göttin, trägt Artemis eine vorantreibende Energie und Klarheit in sich, die es  braucht um selbst klare und zielgerichtete Entscheidungen zu treffen. Dies mag mitunter auch die Notwendigkeit beinhalten, klare Grenzen und Abgrenzung auch zum Leidwesen anderer für sich zu definieren und einzufordern.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie alle Götter und Göttinnen des Olymps hat Artemis durchaus auch ihre Schattenseiten, die sie der Legende nach zu grausamen Racheakten bewegt haben sollen. So begegnete sie Hochmut und Spott mit unerbittlicher Härte und war auch bereit für ihre Rache andere zu töten. Im übertragenen Sinn würde das heute für uns bedeuten, den Schattenseiten in uns auf Augenhöhe zu begegnen, wenn wir auf Spott, Hohn, Abwertung oder Grenzüberschreitung  jeglicher Art treffen.</p>
<p>Der Hirsch und der Bär sind die heiligen Tiere der Artemis, auch mit dem Steinbock und dem Reh fühlt sie sich sehr verbunden. Als Göttin der Natur und der Gezeiten, wird sie mit Fruchtbarkeit und Wachstum in Verbindung gebracht. Jahreszeitlich ist Artemis dem Frühling zugeordnet, dem Wiederbeginn alles Lebens in der Natur. Und da – frei nach Hesse<sup>1</sup> <em>– jedem Anfang ein Zauber innewohnt, der uns beschützt und der uns hilft zu leben</em>, ist Artemis auch die Göttin des Zaubers, die die Magie des Wandels und Werdens in sich trägt.</p>
<p>1) Stufen, Hermann Hesse aus dem Buch &#8222;Das Glasperlenspiel&#8220;</p></div>
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