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		<title>Wenn der Fluss mich trägt</title>
		<link>https://soul-fish.net/wenn-der-fluss-mich-traegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 16:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-start="250" data-end="283"><strong>Wenn der Fluss mich trägt</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Altern ist kein plötzlicher Bruch, sondern ein Fluss, der uns weiterträgt – manchmal sanft, manchmal reißend. Zwischen dem Loslassen alter Ufer und dem Vertrauen in neue Strömungen liegt eine stille (manchmal gefühlt unangenehme) Einweihung.</p>
<p data-start="171" data-end="490">Altern – dieses geheimnisvolle Wort, das uns manchmal erschreckt und unweigerlich ruft. Es ist kein Stillstand, kein Verblassen, sondern eine Verwandlung, die mitten im Leben geschieht. Während wir lernen, weniger zu kämpfen und mehr zu vertrauen, öffnet sich für manche von uns ein anderer Raum – weicher, weiter, wahrer.</p>
<p data-start="492" data-end="775">Dieser Text ist eine Einladung, den Fluss des Lebens nicht länger kontrollieren zu wollen, sondern sich ihm anzuvertrauen. Eine Aufforderung, die ich für mich selbst täglich manchmal laut und manchmal im Flüsterton wiederhole. Ein Stück Seelenarbeit, ein bisschen Magie – und vielleicht ein Wiedererkennen darin, dass das Altern nicht das Ende ist, sondern eine andere Art zu leuchten.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 data-start="250" data-end="283"></h2>
<p><strong></strong></p>
<h3 data-start="284" data-end="325"><strong data-start="284" data-end="325">Vom Altern, vom Lassen und vom Werden</strong></h3>
<p data-start="327" data-end="625">Wie unschwer zu erkennen, beschäftige ich mich in letzter Zeit intensiver mit dem Thema des Alterns.<br data-start="427" data-end="430" />Vielleicht, weil die Zeit sich leiser anfühlt. Vielleicht, weil der Spiegel ehrlicher geworden ist.<br data-start="529" data-end="532" />Oder vielleicht, weil der innere Ruf, still zu werden, lauter klingt als das Getöse der Welt.</p>
<h3 data-start="627" data-end="651"><strong>Gegen die Strömung</strong></h3>
<p data-start="652" data-end="868">Wie lange ist das schon her?<br data-start="680" data-end="683" />Diese wilde, trotzig-leuchtende Zeit, in der ich gegen die Strömung schwamm –<br data-start="760" data-end="763" />unermüdlich, kämpferisch, mit dem festen Glauben,<br data-start="812" data-end="815" />dass „ewig jung“ doch irgendwie möglich sein müsse.</p>
<p data-start="870" data-end="1115">Ich bin geschwommen, als ob es um mein Leben ginge.<br data-start="910" data-end="913" />Und vielleicht war es das ja auch – das Leben, das sich damals noch beweisen wollte.<br data-start="1000" data-end="1003" />Ich wollte unbesiegbar sein, leuchtend, schnell.<br data-start="1051" data-end="1054" />Ein Funken aus Sternenstaub, der sich weigert zu verglühen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="1117" data-end="1151"><strong>Das Geheimnis des Loslassens</strong></h3>
<p data-start="1152" data-end="1299">Doch irgendwann kamen Worte angeschwommen, leise, aber unaufhaltsam:<br data-start="1220" data-end="1223" /><em>„Altern ist nicht das Ende des Schwimmens. Es ist das Sichtragenlassen.“</em></p>
<p data-start="1301" data-end="1468">Seitdem übe ich.<br data-start="1317" data-end="1320" />Ich schwimme nicht mehr gegen die Zeit, -ich versuche es zumindest.<br data-start="1359" data-end="1362" />Ich lasse mich tragen. Ich lasse mich wandeln.</p>
<p data-start="1301" data-end="1468">Weil mir gar nichts anderes übrig bleibt.<br data-start="1408" data-end="1411" />Also erlaube ich mir, Fluss zu sein – nicht nur die Schwimmerin.</p>
<p data-start="1470" data-end="1683">Das klingt poetisch, ja – aber in Wahrheit ist es auch unbequem.<br data-start="1534" data-end="1537" />Denn das Sichtragenlassen bedeutet, Vertrauen zu haben in das,<br data-start="1599" data-end="1602" />was größer ist als mein Wille, stärker als mein Ehrgeiz, älter als mein Körper.</p>
<p data-start="1685" data-end="1797">Es bedeutet, mit der eigenen Endlichkeit Freundschaft zu schließen –<br data-start="1753" data-end="1756" />und das ist keine leichte Konversation.</p>
<h3 data-start="1799" data-end="1834"><strong>Die Kunst der Durchlässigkeit</strong></h3>
<p data-start="1835" data-end="2032">Ich erfahre: Ich bin nicht weniger geworden.<br data-start="1879" data-end="1882" />Ich bin <em>durchlässiger.</em><br data-start="1908" data-end="1911" />Das Leben geht durch mich hindurch, wie Wasser durch ein Sieb aus Licht.<br data-start="1983" data-end="1986" />Die Formen ändern sich, die Substanz bleibt.</p>
<p data-start="2034" data-end="2399">Manchmal denke ich an Inanna, die sumerische Göttin,<br data-start="2086" data-end="2089" />die hinabstieg in die Unterwelt, um all ihre Kleider und Kronen abzugeben –<br data-start="2164" data-end="2167" />bis sie nackt und verletzlich vor sich selbst stand.</p>
<p data-start="2034" data-end="2399">Vielleicht ist das Altern genau das:<br data-start="2258" data-end="2261" />ein heiliger Abstieg, ein Entkleiden von Rollen, Sicherheiten und Masken.<br data-start="2334" data-end="2337" />Nicht, um zu verlieren – sondern um <em>mehr wahr</em> zu werden.</p>
<h3 data-start="2401" data-end="2423"><strong>Atem des Himmels</strong></h3>
<p data-start="2424" data-end="2625">Und doch – manchmal, wenn der Wind durch mein Haar fährt,<br data-start="2481" data-end="2484" />fühle ich, wie der ganze Himmel in mir atmet.<br data-start="2529" data-end="2532" />Als sei alles, was ich losgelassen habe, zurückgekehrt<br data-start="2586" data-end="2589" />in einer weicheren, größeren Form.</p>
<p data-start="2627" data-end="2820">Ich merke: Das Altern ist kein Verschwinden.<br data-start="2671" data-end="2674" />Es ist ein Rückfließen.<br data-start="2697" data-end="2700" />In den Rhythmus, der uns alle trägt –<br data-start="2737" data-end="2740" />dorthin, wo das Ich nicht mehr kämpft,<br data-start="2778" data-end="2781" />sondern Teil des großen Flusses wird.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="118" data-end="531"><strong>Wer bin ich, wenn die Rollen fallen?</strong></h3>
<p data-start="118" data-end="531">Wenn sich die Parameter der Identifikation auflösen – das, was du glaubtest zu sein, deine Rollen, deine Aufgaben, dein Spiegelbild in den Augen anderer – dann beginnt zuerst ein Zittern. Ein feines, irritierendes Beben im innersten Kern des Ichs.</p>
<p data-start="118" data-end="531">Es ist, als würde der Boden, auf dem du dein Leben gebaut hast, plötzlich weich werden.<br data-start="455" data-end="458" />Nicht, weil er verschwindet, sondern weil er sich in Wasser oder eine Art Treibsand verwandelt.</p>
<p data-start="533" data-end="862">Zuerst kommt oft Angst. Wer bin ich, wenn ich nicht mehr bin, was ich war? Die Therapeutin, die Mutter, die Kämpferin, die Weise, die Liebende – sie alle beginnen, sich voneinander zu lösen wie Häute, die du lange getragen hast.</p>
<p data-start="533" data-end="862"><br data-start="763" data-end="766" />Es ist ein Entkleiden, nicht vor den Augen anderer, sondern vor dem eigenen Spiegel der Seele.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="1153" data-end="1474"><strong>Die stille Revolution der Durchlässigkeit</strong></h3>
<p><strong></strong></p>
<p data-start="1153" data-end="1474">Gesellschaftlich mag es sich anfühlen, als würdest du aus dem Raster gleiten.<br data-start="1230" data-end="1233" />Die alten Antworten auf „Und was machst du so?“ lösen sich in einem milden Lächeln auf, -manchmal.<br data-start="1320" data-end="1323" />Du merkst, dass Zugehörigkeit nicht länger durch Rollen entsteht, sondern durch Resonanz.<br data-start="1412" data-end="1415" />Dass Identität nicht festgeschrieben ist, sondern atmet.</p>
<p data-start="1476" data-end="1792">In diesem Zustand geschieht etwas leise Revolutionäres:<br data-start="1531" data-end="1534" />Du beginnst, dich selbst nicht mehr zu „haben“, sondern zu <strong data-start="1598" data-end="1606">sein</strong>.<br data-start="1607" data-end="1610" />Nicht als Konstrukt, sondern als lebendige Bewegung.<br data-start="1662" data-end="1665" />Die Ich-Form wird durchlässig, und durch diese Poren strömt das Leben selbst – unzensiert, ungeschminkt, unverhandelbar.</p>
<p data-start="1794" data-end="1984">Es ist kein Zustand für die Eitelkeit, aber einer für die Seele.</p>
<h3 data-start="2822" data-end="2835"><strong>Und du?</strong></h3>
<p data-start="2836" data-end="3001">Wie gehst du mit deinem Altern um?<br data-start="2870" data-end="2873" />Welche Mythen begleiten dich dabei – welche Bilder, welche Stimmen?<br data-start="2940" data-end="2943" />Magst du deine Gedanken teilen?<br data-start="2974" data-end="2977" />Ich würde mich freuen.</p>
<p data-start="3003" data-end="3159">Denn vielleicht ist das Altern, wenn wir es gemeinsam betrachten,<br data-start="3068" data-end="3071" />kein Verfall – sondern eine Einweihung &#8211; in das Geheimnis eines noch nicht sichtbaren Werdens.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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		<title>Wenn die Welt ringsum auseinanderstrebt</title>
		<link>https://soul-fish.net/wenn-die-welt-ringsum-auseinanderstrebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:38:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[Mythology]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebenszyklus]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p id="ember55" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wenn die Welt ringsum auseinanderstrebt und Stimmen einander übertönen, braucht es innere Antennen, um zu erspüren, wohin unsere Lebenskraft fließen darf. Anstatt uns zerstreuen zu lassen, können wir wählen, sie in Bahnen zu lenken, die uns nähren, verbinden und in Bewegung halten.</p>
<p id="ember56" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wenn die Tage kürzer werden, öffnet sich ein Raum, der uns nach innen ruft. Es ist eine Zeit, in der Samen in der Dunkelheit reifen, bevor sie sichtbar werden. Aus dieser Tiefe entspringen Gestalten, Klänge, Bewegungen – das Rohmaterial unserer Kreativität.</p>
<p id="ember57" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Schaffen heißt, sich auf zweierlei einzulassen: auf das Wagnis, ohne Landkarte in unbekanntes Gelände aufzubrechen, und auf die Geduld, dem Unsichtbaren Schutz und Dauer zu schenken.</p>
<p id="ember58" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Schöpferisches Arbeiten bedeutet, zwischen Nähe und Abstand zu pendeln – sich einzulassen, loszulassen, wiederzukehren. Erst im Wechselspiel entsteht Klarheit, und mit ihr der Moment, in dem der nächste Schritt sich zeigt.</p>
<p id="ember59" class="ember-view reader-text-block__paragraph">So tut sich dann die eine Frage auf: Was ist das eine, das mich wirklich ruft – und welcher erste kleine Handgriff öffnet heute die Tür dorthin?</p>
<p id="ember60" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wer diesen Weg geht, lernt auf das unsichtbare Sehen der Nacht zu vertrauen, den Körper als Wegweiser zu achten und in den Stimmen anderer das Echo der eigenen Suche zu erkennen.</p>
<p id="ember61" class="ember-view reader-text-block__paragraph">In diesem Feld aus Fragen und manchmal angespannten Erleben entwickeln sich in mir Bilder, die dann wie eine Befreiung heraussprudeln und oft erst im Nachgang des Betrachtens Sinn machen. So gibt es ein paar neue Digitale Collagen und eine davon hat eine Geschichte, die sie erzählen möchte:</p>
<p id="ember62" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Zu der Stunde, in der die Sterne wie offene und wachsame Augen über der Erde stehen, begegnet die unbekannte Frau dem Stier aus blauem Licht. Ihre Haare fließen im Wind und ihre Füße kennen die Essenz der Erde.</p>
<p id="ember63" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Der Stier, -man mag es ihm nicht ansehen, ist uralt. Er ist das Symbol der Erde, der Fruchtbarkeit, der wilden Naturkraft und des ungezähmten Instinkts. In Mythen trägt er immer schon so manch eine Göttin über Länder und Meere. Er ist das Tier des Mondes, der Sexualität und der schöpferischen Potenz.</p>
<p id="ember64" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Er ist der Stier aus blauem Licht, dessen Hörner die Monde halten und dessen Mähne das Feuer der Welt birgt.</p>
<p id="ember65" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Seine tiefblaue Farbe spiegelt das Heilige, das Transzendente, das in der Materie schlummert.</p>
<p id="ember66" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die unbekannte Frau mit dem weißen Haar trägt keine Schuhe, denn sie ist auf dem Weg zwischen den Welten. Fische schwimmen neben ihr in der Luft, Vögel singen im Element Wasser, und ein Schmetterling führt sie, als sei er ein Bote der Verwandlung.</p>
<p id="ember67" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sie erklimmt den Rücken des Stieres aus azurblauer Substanz. Jeder seiner Schritte klingt wie der Herzschlag der Erde. Seine Hörner sind nicht aus Horn, sondern aus Mondlicht geschnitzt. In seiner Mähne wohnt das Feuer der Elemente. Er trägt Spiralen und Siegel auf seiner Haut – alte Schriftzeichen, die weder gelesen noch vergessen werden können, nur gespürt: das Alphabet des Unbewussten.</p>
<p id="ember68" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Frau ohne Namen mit Haaren wie fließende Zeit, verschmilzt mit dem Stier. Sie ist das Bewusstsein, die Seele und das Lenkende, die es wagt, auf der Materie zu reiten.</p>
<p id="ember69" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Seele bewegt sich mit der Materie, das Leichte auf dem Schweren, das Unendliche auf dem Endlichen. So schreitet der Stier mit der Frau auf dem Rücken über den Hügel, nicht Geist oder Fleisch, Himmel oder Erde, sondern immer beides, zugleich.</p>
<p id="ember70" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Auf dem höchsten Hügel bleibt der Stier schließlich stehen und spricht ohne Worte in den Wind der Zeit: „Ich bin die Kraft, die trägt. Du bist der Atem, der lenkt. Ohne dich bleibe ich blind, ohne mich wirst du bodenlos. Gemeinsam sind wir Gleichgewicht.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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		<title>Archetypen</title>
		<link>https://soul-fish.net/archetypen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2025 12:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persephone]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Überlebensarchetypen: Saboteur, Kind, Prostituierte, Opfer – und wie ihre unbewussten Dynamiken unser Leben beeinflussen</strong></p>
<p>Caroline Myss hat in ihrer Arbeit vier Überlebensarchetypen identifiziert, die tief in unserem Unbewussten verankert sind: Der Saboteur, das Kind, die Prostituierte und das Opfer. Diese Archetypen beeinflussen unser Verhalten, unsere Entscheidungen und die Art, wie wir uns selbst und die Welt um uns herum erleben. Doch was passiert, wenn wir uns ihrer Dynamiken nicht bewusst sind? Und was kann sich verändern, wenn wir beginnen, diese Muster zu erkennen und bewusst zu transformieren?</p>
<p><strong>Der Saboteur – Selbstsabotage durch Angst und Zweifel</strong></p>
<p>Dieser Archetyp lässt uns immer wieder in die Falle tappen, unsere eigenen Ziele zu sabotieren. Unbewusst blockieren wir unseren Erfolg, weil wir nicht an uns selbst glauben oder Angst vor Veränderungen haben. Vielleicht fangen wir etwas an, aber hören kurz vor dem Durchbruch wieder auf. Oder wir reden uns selbst ein, dass wir nicht gut genug sind.</p>
<p>Transformation: Wenn wir uns der Saboteur-Dynamik bewusst werden, können wir anfangen, diese inneren Blockaden zu erkennen und uns von ihnen zu befreien. Wir lernen, uns selbst zu vertrauen und unsere eigenen Fortschritte zu unterstützen.</p>
<p><strong>Das Kind – Sehnsucht nach Geborgenheit und Anerkennung</strong></p>
<p>Der Kind-Archetyp in uns sehnt sich nach Liebe, Anerkennung und Sicherheit. Oft reagieren wir aus einem Platz der Bedürftigkeit heraus – sei es in Beziehungen, im Beruf oder im Alltag. Wenn wir nicht erkennen, wie unser inneres Kind uns steuert, können wir in Abhängigkeiten geraten, uns klein machen oder Bestätigung im Außen suchen, anstatt uns selbst anzunehmen.</p>
<p>Transformation: Bewusstwerdung ermöglicht es uns, die Verantwortung für unser eigenes Wohlbefinden zu übernehmen und die kindlichen Bedürfnisse auf gesunde Weise zu erfüllen. Wir können lernen, uns selbst die Liebe und Anerkennung zu geben, nach der wir suchen.</p>
<p><strong>Die Prostituierte – Den eigenen Wert verkaufen</strong></p>
<p>Dieser Archetyp symbolisiert den Teil in uns, der dazu neigt, sich selbst oder seine Werte zu &#8222;verkaufen&#8220;, um Anerkennung, Sicherheit oder materielle Dinge zu erhalten. Vielleicht bleiben wir in einem Job, der uns nicht erfüllt, aus Angst vor finanzieller Unsicherheit. Oder wir gehen in Beziehungen Kompromisse ein, die uns nicht guttun, nur um nicht alleine zu sein.</p>
<p>Transformation: Mit Bewusstwerdung erkennen wir unseren Wert und lernen, uns selbst zu respektieren, anstatt uns in ungesunden Kompromissen zu verlieren. Wir können klare Grenzen setzen und Entscheidungen treffen, die uns wirklich entsprechen.</p>
<p><strong>Das Opfer – Gefangen in Ohnmacht und Resignation</strong></p>
<p>Der Opfer-Archetyp lebt in der Überzeugung, dass das Leben gegen uns ist und wir hilflos gegenüber äußeren Umständen sind. Menschen, die in diesem Muster feststecken, fühlen sich machtlos und neigen dazu, anderen oder dem Schicksal die Schuld zu geben. Doch solange wir uns als Opfer sehen, geben wir unsere eigene Kraft ab.</p>
<p>Transformation: Wenn wir jedoch verstehen, wie dieses Muster wirkt, können wir beginnen, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und aus der Opferrolle herauszutreten. Wir erkennen die Macht in uns, auch in schwierigen Situationen aktiv zu werden.</p>
<p><strong>Was passiert, wenn wir uns dieser Archetypen bewusst werden?</strong></p>
<p>Durch das Erkennen dieser tief verwurzelten Muster öffnen wir die Tür zu echter Veränderung. Bewusstwerdung ermöglicht es uns, aus den unbewussten Reaktionen herauszutreten und aktiv zu wählen, wie wir auf Herausforderungen reagieren. Wir gewinnen Kontrolle über unser Leben und können gesün-dere, erfüllende Entscheidungen treffen.</p>
<p>Diese Archetypen sind nicht unser &#8222;Schicksal&#8220;, sondern Hinweise darauf, wo wir uns selbst blockieren und wo Heilung möglich ist. Wenn du beginnst, die Dynamiken des Saboteurs, Kindes, Prostituierten und Opfers zu erkennen, kannst du den Weg zur Selbstbefreiung und Selbstermächtigung einschlagen.</p>
<p><strong>Wichtige Fragen:</strong></p>
<p>In welchen Situationen erkennst du den Saboteur in dir?</p>
<p>Wie beeinflusst dein inneres Kind deine Beziehungen und Entscheidungen?</p>
<p>Wo hast du schon einmal deine Werte oder dich selbst &#8222;verkauft&#8220;, um etwas zu gewinnen?</p>
<p>Fühlst du dich manchmal als Opfer der Umstände? Was könntest du anders sehen oder tun?</p></div>
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		<title>In den Tiefen der Psyche: Misstrauen erkennen und transformieren</title>
		<link>https://soul-fish.net/eine-chance-zur-selbstentfaltung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 11:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Goddesses]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inner Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Life]]></category>
		<category><![CDATA[SoulWork, Awareness]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persephone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Archetypen des weiblichen Misstrauens sind symbolische Figuren, die spezifische Ängste, Unsicherheiten und Schattenseiten verkörpern, die oft in Frauenbeziehungen auftreten. Diese Archetypen spiegeln tief verwurzelte Muster wider, die Misstrauen nähren und Beziehungen belasten können.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In den tiefsten Tiefen unserer Psyche schlummern oft Ängste und Unsicherheiten, die unser Vertrauen in andere und uns selbst beeinflussen. Besonders unter Frauen können diese Schattenseiten zu einem tiefen Misstrauen führen, das sich in archetypischen Mustern widerspiegelt. Diese dunklen Aspekte unserer Persönlichkeit haben einen enormen Einfluss auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, da sie oft unbewusst unsere Wahrnehmung und unser Verhalten prägen.</p>
<p>Es ist faszinierend zu beobachten, wie Archetypen – symbolische Figuren, die die dunklen Seiten der menschlichen Psyche verkörpern – in unseren täglichen Interaktionen eine Rolle spielen. Diese Archetypen spiegeln nicht nur unsere eigenen Ängste wider, sondern auch die kollektiven Herausforderungen, denen wir in Beziehungen begegnen. In meiner eigenen Erfahrung habe ich oft festgestellt, dass diese verborgenen, oft unterdrückten Aspekte unserer Persönlichkeit einen elementaren Einfluss auf unser Vertrauen haben.</p>
<p>Doch hier liegt auch eine große Chance: Wenn wir den Mut haben, uns unseren Schatten zu stellen, können wir die Muster des Misstrauens aufbrechen, die uns zurückhalten. Diese Reise erfordert Mut, aber sie bietet auch eine immense Chance zur Selbstentfaltung. Indem wir uns unseren Ängsten stellen und unsere verletzlichen Seiten offenbaren, schaffen wir Raum für tiefere, authentischere Verbindungen mit anderen.</p>
<p>In einer Zeit, in der oberflächliche Verbindungen oft die Tiefe zwischenmenschlicher Kontakte überschattet, ist es wichtiger denn je, sich bewusst mit den eigenen Schatten auseinanderzusetzen. Für mich als Frau ist es entscheidend, alte Muster des Misstrauens zu erkennen und abzulegen, um stattdessen ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen. Mutig und einfühlsam können wir so gemeinsam wachsen und uns gegenseitig stärken.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Was gehört dazu?</strong></h3>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Innere Muster erkennen</strong>: Den Mut haben, tief in sich hineinzuschauen und die Muster zu identifizieren, die Misstrauen nähren.</li>
<li><strong>Verborgene Ängste ansprechen</strong>: Offen über unsere Ängste zu sprechen, um sie zu entmachten.</li>
<li><strong>Den eigenen Wert erkennen</strong>: Selbstwertschätzung entwickeln und sich selbst als würdig und liebenswert anerkennen.</li>
<li><strong>Ehrliche Kommunikation fördern</strong>: Offen und authentisch miteinander kommunizieren, um Vertrauen aufzubauen.</li>
<li><strong>Solidarität statt Konkurrenz</strong>: Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung in den Vordergrund stellen, anstatt sich in Konkurrenz zu sehen.</li>
<li><strong>Archetypen neu definieren</strong>: Negative archetypische Rollen wie die Rivalin, den Verräter oder die Außenseiterin hinterfragen und umgestalten.</li>
<li><strong>Bewusstseinsarbeit in Gemeinschaften</strong>: Gemeinsam an der persönlichen und kollektiven Bewusstseinsentwicklung arbeiten.</li>
<li><strong>Persönliche und kollektive Verantwortung übernehmen</strong>: Verantwortung für unsere eigenen Gefühle und Handlungen übernehmen, um das kollektive Bewusstsein zu heilen.</li>
<li><strong>Wissen teilen</strong>: Erfahrungen und Erkenntnisse miteinander teilen, um voneinander zu lernen.</li>
<li><strong>Safe Spaces kreieren</strong>: Räume schaffen, in denen sich jede*r sicher und unterstützt fühlt.</li>
<li><strong>Langfristige Netzwerke pflegen</strong>: Beziehungen und Netzwerke bewusst pflegen und aufbauen, die auf Vertrauen und Unterstützung basieren.</li>
</ul></div>
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<div class="et_pb_text_inner">
<p><strong>Durch diese Schritte können wir einen Paradigmenwechsel in uns selbst und in unseren Gemeinschaften initiieren und fördern.</strong><span> </span>Es ist ein kontinuierlicher Prozess, alte Muster zu hinterfragen und durch neue, unterstützende und vertrauensvolle Beziehungen zu ersetzen.</p>
<p>Die Erforschung unserer Schatten und die Wiederentdeckung der Kraft des Vertrauens ist keine leichte Aufgabe, aber sie lohnt sich.</p>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Die Archetypen des weiblichen Misstrauens</strong></h3>
<p>sind symbolische Figuren, die spezifische Ängste, Unsicherheiten und Schattenseiten verkörpern, die oft in Frauenbeziehungen auftreten. Diese Archetypen spiegeln tief verwurzelte Muster wider, die Misstrauen nähren und Beziehungen belasten können. Hier sind einige der prominentesten Archetypen des weiblichen Misstrauens:</p>
<ul>
<li><strong>Die Rivalin</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp verkörpert den Glauben, dass andere Frauen eine Bedrohung darstellen. Die Rivalin sieht die Welt durch die Linse des Wettbewerbs, in dem es darum geht, die „Bessere“ zu sein – sei es in Bezug auf Aussehen, Erfolg oder Beziehungen. Das Gefühl, dass es nur Platz für eine gibt, führt zu Eifersucht, Vergleichen und einem Mangel an Solidarität.</p>
<ul>
<li><strong>Die Verräterin</strong></li>
</ul>
<p>Die Verräterin steht für die Angst vor Loyalitätsbrüchen. Dieser Archetyp geht davon aus, dass Freundschaften und Bündnisse leicht zerbrechen können, oft durch Intrigen oder Vertrauensbrüche. Das Misstrauen gegenüber anderen Frauen wächst, weil man erwartet, dass die eigene Freundlichkeit oder Vertraulichkeit irgendwann verraten wird.</p>
<ul>
<li><strong>Die Königin der Manipulation</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp nutzt Charme, Macht oder emotionale Manipulation, um Kontrolle über andere Frauen auszuüben. Die Königin der Manipulation misstraut anderen, weil sie selbst misstrauisch ist und daher glaubt, dass auch andere manipulativ und unehrlich sind. Diese Figur spiegelt eine tiefe Angst vor Kontrollverlust wider und verhindert authentische Verbindungen.</p>
<ul>
<li><strong>Die Außenseiterin</strong></li>
</ul>
<p>Die Außenseiterin fühlt sich von der Gemeinschaft oder Gruppe ausgeschlossen und hat das Gefühl, nicht dazuzugehören. Diese Wahrnehmung führt zu einem tiefen Misstrauen gegenüber der Gruppe und einzelnen Mitgliedern, da sie glaubt, dass andere sie absichtlich ausgrenzen oder nicht schätzen. Dieses Misstrauen verstärkt die Isolation und den Rückzug aus sozialen Kontakten.</p>
<ul>
<li><strong>Die Misstrauische Mutter</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp projiziert die eigenen Ängste und Unsicherheiten auf andere Frauen, oft als Schutzmechanismus. Die Misstrauische Mutter ist überfürsorglich und versucht, sich und andere vor potenziellen Gefahren zu bewahren. Dabei entsteht jedoch eine Atmosphäre des Misstrauens, in der offene Kommunikation und Vertrauen erschwert werden.</p>
<ul>
<li><strong>Die Perfektionistin</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Archetyp strebt nach unerreichbarer Perfektion und glaubt, dass andere Frauen sie ständig beurteilen. Die Perfektionistin misstraut anderen, weil sie glaubt, dass jeder Fehler oder jede Schwäche ausgenutzt oder verurteilt wird. Diese Haltung führt zu übermäßiger Selbstkritik und einem Gefühl der Isolation, da echte Nähe und Verständnis als Gefahr empfunden werden.</p>
<ul>
<li><strong>Die Schattenkriegerin</strong></li>
</ul>
<p>Die Schattenkriegerin ist immer auf der Hut und erwartet Verrat und Feindseligkeit von anderen Frauen. Sie interpretiert Handlungen und Worte häufig negativ und glaubt, dass andere sie schädigen wollen. Diese ständige Wachsamkeit verhindert das Entstehen von Vertrauen und fördert eine Atmosphäre des Konflikts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Spirituelle Führung auf dem Weg zur Selbsterkenntnis</strong></h3>
<p><span>Die Schatten der weiblichen Psyche sind oft tief und vielschichtig, doch sie bergen auch eine immense Kraft zur Transformation. Wenn wir uns diesen verborgenen Teilen unserer Selbst widmen, können wir nicht nur unser Vertrauen stärken, sondern auch ein tieferes Verständnis für unsere Emotionen entwickeln. Archetypen wirken dabei als Wegweiser, die uns helfen, unsere inneren Anteile zu erkennen und zu akzeptieren. Sie zeigen dir, welche Ressourcen in dir schlummern und wie du diese aktivieren kannst, um Selbstvertrauen aufzubauen. Durch den Prozess des Erkundens und Anerkennens dieser archetypischen Muster gewinnst du kraftvolle Einsichten über dich selbst. Emotionen spielen eine zentrale Rolle in diesem Prozess; sie sind nicht nur Begleiter, sondern auch Lehrer. Indem du deine inneren Spannungen anerkennst und verstehst, öffnest du den Raum für Vertrauen und Heilung. In dieser Reise ist Gemeinschaft ein wertvoller Anker. Die Unterstützung anderer kann dir helfen, den Mut zu finden, deine Schatten zu durchdringen und die volle Tiefe deiner weiblichen Psyche zu entdecken.</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schreibe gerne deine Gedanken in die Kommentare!</strong></p>
<p><span>&#8230;..und wenn du Bock auf neue Impulse, Veränderung und Transformation hast, melde dich bei mir! Ein unverbindliches und völlig kostenfreies Informationsgespräch kann dir mehr Klarheit bringen.</span></p>
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			</div></p>
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		<title>Donar-Eiche</title>
		<link>https://soul-fish.net/donar-eiche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 22:43:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Goddesses]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Vom Paganismus zum Christentum: Wie die Zerstörung der Donar Eiche</h1>
<h1>eine Wende in Europa einleitete, die auch für die soziale Stellung der Frau</h1>
<h1>große Folgen hatte</h1>
<p>In der Geschichte Europas spielte die Zerstörung der Donar Eiche eine entscheidende Rolle darin, wie sich die religiöse Landschaft der Region veränderte. Der Wandel von einem polytheistischen Paganismus zu einem monotheistischen Christentum nahm durch das fanatische Missionieren so manch Auserwählter einen rasanten Entwicklungslauf.</p>
<h2>Die Bedeutung der Donar Eiche in der germanischen Mythologie</h2>
<p>Die Donar Eiche, auch bekannt als Thor Eiche, spielte eine wichtige Rolle in der germanischen Mythologie. Sie wurde verehrt und als heiliger Ort angesehen. Die Eiche symbolisierte Stärke und Macht und war ein Ort für Rituale und Opfergaben. Besonders Thor, der Gott des Donners und Blitzes, wurde mit der Eiche in Verbindung gebracht. Es wird gesagt, dass er seinen Hammer Mjölnir in der Eiche versteckte, um ihn vor Feinden zu schützen. Für die Menschen war die Donar Eiche von großer Bedeutung. Sie diente als Treffpunkt für Versammlungen und Gerichtsverhandlungen.</p>
<p>Die Eiche wurde als heilig angesehen und verehrt, da sie als Wohnsitz der Götter und Geister galt. Die Menschen glaubten, dass sie durch die Verehrung der Donar Eiche Schutz und Segen von ihren Göttern erhalten würden. Der Kult um die Eiche war so stark verbreitet, dass er sich bis in das Christentum hinein fortsetzte, als die Kirche versuchte, die alten Bräuche zu unterdrücken.</p>
<p>Die Bedeutung der Donar Eiche für den Paganismus war so groß, dass ihre Zerstörung durch den umtriebigen Missionar Bonifatius im 8. Jahrhundert eine Wende in Europa einleitete. Mit der Vernichtung des heiligen Baumes wurden auch die alten Glaubensvorstellungen der Germanen zerstört und das Christentum konnte sich immer mehr durchsetzen.</p>
<h2>Das Schicksalsjahr 723</h2>
<p>Im Jahr 723 ließ der englische Missionar Bonifatius eben jene Eiche im Zuge der Zwangschristianisierung als Reaktion auf die höchst aufmüpfigen Chatten, die damals im heutigen Hessen siedelten, fällen. Damit wollte er den Widerständlern zeigen, dass ihre Götter besiegbar und bei Gott nicht allmächtig waren. Im selben Jahr noch wurde Bonifatius vom damaligen Papst Gregor III zum Erzbischof ohne festen Sitz und zum päpstlichen Vikar des deutschen Missionsgebietes ernannt. Offensichtlich hatte sich dessen erbitterter Einsatz gegen die Vielgötterei bezahlt gemacht.</p>
<p>Einige Forscher sehen die Germanische Mythologie als Ausdruck, der damals immer noch deutliche matriarchale Spuren in sich trug. Im Mittelpunkt dabei standen oft starke und mutige Frauen, die ihre Wünsche und Ziele durchsetzten. Wohlbekannt in diesem Zusammenhang sind die Erzählungen der Walküren, die als Kriegerinnen und Schicksalsgöttinnen sogar über das Leben von Männern entscheiden konnten. Doch bereits zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde schon fleißig missioniert. Es wurden Klöster gegründet und den Frauen wurde von den aufstrebenden Christen das Tragen von Waffen und die Teilnahme and Waffenübungen verboten.</p>
<p>So war letztendlich das Fällen eben jener Donar Eiche nicht die Schwäche der alten Götter, die damit aufgezeigt wurde, sondern es war die Vernichtung und Vergewaltigung einer sakralen Erinnerungskultur, die damit angestrebt wurde. Die Generationen danach würden nicht nur ihre Heiligtümer sondern auch ihre Stammesstrukturen vergessen, die Frauen eine bedeutende Rolle in ihrer Gesellschaft einräumten.</p>
<p>Es war ein Akt der Unterdrückung und des Machtmissbrauchs, der bis heute seine Spuren in unserer Kultur hinterlassen hat. Denn auch wenn die alten Götter längst vergessen sind, so ist es doch wichtig zu verstehen, dass sie Teil eines komplexen Gefüges waren &#8211; einer Weltanschauung und Lebensweise, die über Jahrtausende hinweg gewachsen war. Die Zerstörung von sakralen Plätzen und ihren Heiligtümern sowie die Entmachtung der weiblichen Kräfte war und ist häufig der erste Schritt im Zuge einer Machtübernahme oder Destabilisierung einer Volksseele. Doch trotz all dieser Unterdrückung und Entmachtung haben sich die weiblichen Kräfte nie ganz ausgelöscht lassen. Sie waren immer da, in den Schatten verborgen oder unter einem anderen Namen verehrt.</p>
<h2>Die Renaissance der alten Weisheit</h2>
<p>Immer öfter erleben wir die Ahnung einer Renaissance der alten Weisheit und des Wissens um die heilige Verbindung zwischen Mensch und Natur. Immer mehr Frauen erkennen ihre eigene Kraft und ihr Potenzial als Hüterinnen von Traditionen, Heilerinnen, Künstlerinnen und Visionärinnen. Sie finden zusammen in Gemeinschaften, teilen ihr Wissen miteinander und bringen es zurück in unsere Gesellschaft &#8211; mit dem Ziel nicht länger Opfer einer patriarchalen Ordnung zu bleiben, sondern als gleichberechtigte Mitspielerinnen auf dem Feld des Lebens. Die Rückbesinnung auf das Weibliche ist dabei kein Akt der Abgrenzung oder Ablehnung gegenüber Männern &#8211; im Gegenteil: Es geht darum zu verstehen, dass beide Pole notwendig sind für ein harmonisches Gleichgewicht innerhalb unserer Welt. Denn nur wenn wir uns wieder mit unseren eigenen natürlichen Rhythmen verbinden können – sowohl männlich wie auch weiblich – wird es möglich sein eine neue Form von Zusammenleben zu erschaffen; eines welches geprägt ist durch Respekt vor allem Leben sowie Anerkennungen aller Gaben welche jede*r einzelne bringt.</p>
<p>Es mag noch ein weiter Weg sein bis zur vollständigen Integration beider Pole aber jede Frau (und Mann), welche sich selbst erkennt kann einen Teil dazu beizutragen indem sie ihre eigene innere Balance findet, diese nach außen trägt und in ihrer Kraft sichtbar wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Weitere Inhalte über Archetypen, archetypische Muster, transgenerationale Themen und die vielen Wege der Selbstfindung gibt es in meiner privaten Community.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Komm dazu!</strong></p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Persephone</title>
		<link>https://soul-fish.net/persephone/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 21:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archetypen]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Therapies]]></category>
		<category><![CDATA[Goddesses]]></category>
		<category><![CDATA[Göttinnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Griechische Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persephone]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Begegnung mit der Göttin Persephone</strong></p>
<p>Das Jahr 2023 wurde eingeläutet und häufig wurde der Planet Pluto nachdrücklich erwähnt, der nach langem Verweilen im Zeichen des Steinbocks am 23.03.2023 das erste Mal für kurze Zeit in das Zeichen des Wassermanns eintauchte. Meine Neugierde war entfacht und so begab ich mich auf eine kleine Reise in Sachen kalter Himmelskörper. Schnell landete ich bei meiner Recherche von den Gestirnen im Land der römischen und griechischen Götter.</p>
<p><strong>Vorgeschichte</strong><br />Pluto und Hades sind in der römischen und griechischen Mythologie die Götter der Unterwelt. Sowohl den römischen wie den griechischen Herrscher der Unterwelt erfüllte ein und dasselbe große Verlangen: der römische Pluto, ein Bruder von Zeus, begehrte Proserpina, und der griechische Hades bat Zeus um Vermittlung für ein Gespräch mit Persephones Mutter, da er ihre Tochter zu ehelichen plante. Zeus hatte kein Bedürfnis sich in all diese Belange einzumischen, zumal er wusste, dass Demeter ihre Tochter nicht freiwillig dem Gott der Unterwelt zur Ehelichung überlassen würde. So zuckte Zeus mit den Schultern und gab seinem Bruder zu verstehen, dass dieser die Macht habe, sich Persephone auch ohne Demeters Einverständnis zu bemächtigen. Soviel sei hier zur der weitläufig bekannten Vorgeschichte erwähnt, die sich in ihrer ursprünglichen Form durch den sozialen Zeitenwandel essentiell veränderte.</p>
<p><strong>Persephone</strong><br />Persephone, eine Tochter von Zeus und Demeter, ist eine wichtige Göttin in der griechischen Mythologie. Die frühesten Mysterienkulte Griechenlands feierten das Wiedererwachen der Natur in  Persephones Rückkehr in die Oberwelt. Die Mysterien der alten Zivilisationen, deren Praktiken bis auf das Jahr 1500 v. Chr. zurückgehen, wurden um drei zentrale Zeremonien herum aufgebaut: Abstieg und Untergang, Opfer und Fasten und Wandlung in der Rückkehr von Licht und neuem Leben. Von Ägypten, wo Verbindungen zu den Göttinnen Isis und Gaia zu finden sind, kam der alte Kult der Fruchtbarkeitsverehrung über Kreta nach Griechenland. Die heilige Geschichte von Mutter und Tochter existierte lange vor dem jüdisch-christlichen Glauben an einen göttlichen Vater und einen göttlichen Sohn.</p>
<p>Demeters Tochter, Persephone oder Kore, ist die Korn-Jungfrau, die das neue Erblühen der kommenden Ernte verkörpert. Jeden Herbst hielten ausschließlich die Frauen des frühen Griechenlands ein dreitägiges, landwirtschaftliches Fruchtbarkeitsritual ab. Der Kult fand später seinen Weg über Sizilien nach Rom, wo Demeter und Persephone als Ceres und Proserpina verehrt wurden.<br />Persephone ist in ihrer ersten Entwicklungsstufe als Kore bekannt und verkörpert die jugendliche, lebhafte und bezaubernde Göttin des Frühlings. Ihre Mutter Demeter liebte und beschützte sie, bis Hades, ihr Onkel und Herrscher der Unterwelt, sie eines Tages entführte und in sein Reich brachte. An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass im ursprünglichen Kult von Demeter und ihrer Tochter sowie in den Traditionen, die ihrer Mythologie vorausgingen, keinerlei Anspielung auf Vergewaltigung oder Entführung zu finden sind. Erst die später eingeführte olympische Version des Mythos enthielt dieses Element. Die homerische Hymne an Demeter, eine Geschichte aus dem siebten Jahrhundert v. Chr., erzählt die weithin bekannte Erzählung von Persephones Entführung in die Unterwelt und ihrer anschließenden unfreiwilligen Vereinigung mit Hades.<br />Obwohl Persephones Darstellung als Entführungs- Vergewaltigungsopfer eine vorherrschende Interpretation in ihrem Wandlungsprozess ist, wird angenommen, dass sie nach einem Wechsel von der matrifokalen zur patriarchal geordneten Gesellschaftsform als gängige Interpretation in die traditionelle Mythologie aufgenommen wurde. Diese Änderung war nicht Teil der ursprünglichen Geschichte, wie historische Aufzeichnungen belegen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie ging nun die Geschichte weiter? Eines Tages entstieg Persephones Onkel Hades einer Erdspalte und entführte die friedlich auf einer Wiese spielendende und Blumen pflückende Maid in die Unterwelt. Es soll, wie bereits erwähnt, zu Gewalt und Vergewaltigung gekommen sein. Ohne großem Ritual oder einer entsprechenden Feier landete Persephone als Göttin der Unterwelt auf dem Thron der Toten und umherirrenden Seelen. Demeter war so traurig über den Verlust ihrer Tochter, dass sie für einen langen Zeitraum die Erde verdorren und keine Früchte mehr wachsen ließ. Letzten Endes wurde Zeus, der König der Götter, eingeschaltet und nach zähem Ringen und Hin und Her wurde ein Kompromiss gefunden. Hades gab Persephone nur widerwillig frei, aber bevor sie ging, gab das Schlitzohr ihr die Frucht der Toten, nämlich Granatapfelkerne zu essen. Da Persephone diese gegessen hatte, war es ihr auferlegt, fortan jedes Jahr für einige Monate in die Unterwelt zurückkehren, was die Zeit der Wintermonate und den Rückzug der Natur ins Erinnere symbolisiert. Wenn Persephone wieder zurück auf die Erde kam, begann wieder der Frühling und die Natur erblühte erneut. Soviel zu der allgemein bekannten Version.</p>
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<p>Die weitaus weniger bekannte Variante dieser Erzählung geht auf die Inhalte zurück, die noch vor der sozialen Wandlung von matrilinearen zu patriarchalen Strukturen in dem Mythos zu finden sind. Es wird eine glückliche und unbeschwerte Zeit für Mutter und Tochter beschrieben, das Korn wächst jedes Jahr vom Zauber Demeters umhüllt, die Samen erwachsen genährt aus der Unterwelt. Dies war eine beseelte Zweisamkeit, bis Persephone die Existenz umherirrender Seelen wahrzunehmen beginnt. Da trifft Persephone von sich aus die Entscheidung, ihre Reise in die Welt der Toten anzutreten, um ihnen Hilfe, Segnung und Erlösung zu bringen. In dieser Variante der Erzählung wird Persephone als eigenständig handelnd dargestellt. Sie trifft ihre Entscheidungen in Übereinstimmung mit ihrem Herzen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Demeter wollte ihre Tochter nicht in das Reich der Toten ziehen lassen, konnte sich aber am Ende der Entscheidung (Abnabelungsschritt) der Tochter nicht entgegenstellen. Nach geraumer Zeit im Dienste der Unterwelt kehre Persephone zurück auf die Erde. Ihre Rückkehr wurde durch das Sprießen und Erblühen von Frühlingsblumen zu Füßen Demeters angekündigt. Ihrem inneren Ruf folgend kehrte Persephone nach der jährlichen Getreideernte wieder ins Reich der Toten zurück, um weiter den Seelen im Totenreich zu dienen.</span></p>
<p><span>Die Eleusinischen Mysterien, eine zentrale religiöse Tradition, deren Wurzeln bis in die mykenische Zeit (ca. 1400-1200 v. Chr.) zurückreichen, drehten sich um Persephone und ihre Mutter Demeter. Ähnlich dem Mythos von Inanna-Ereshkigal in der sumerischen Kultur, bedeutet das Durchqueren der Unterwelt Wandlung und Transformation des individuellen Lebens im zyklischen Takt der Natur. Ein stetes und ewiges Kommen und Gehen, Sterben und Geborenwerden im Rad des Lebens. Symbolisch gilt dies auch für Menschen, die lebensverändernden Übergänge, Krankheiten, intensives Leiden oder Verlust erleben und das Tor zur Unterwelt auf Grund ihrer Erfahrungen auf ihre individuelle Art durchschreiten. Im antiken Griechenland wurden Gottheiten häufig mit mehreren Identitäten in Verbindung gebracht. Dies zeigt sich in der Göttin Persephone, Demeter und Hekate (das ältere Ich von Demeter). Es wird angenommen, dass die drei Gesichter und seelischen Entwicklungsstufen dieser Göttin als eine Einheit verehrt wurden.</span></p>
<p>Meine Neugierde, etwas mehr über den Planeten Pluto herauszufinden, war der ursprüngliche Auslöser dafür, dass ich letzten Endes wieder einmal bei den alten Mythen gelandet bin. Doch wofür Pluto im astrologischen Kontext steht, mag hier zum Abschluss noch erwähnt sein. Die Transformation, die wir durch eine Reise in die Unterwelt erfahren, kann sich konkret auf unser Ableben beziehen oder aber auf seelische Wandlungen, die wir erleben, wenn tiefe Schatten in unser Leben treten, bzw. das Schicksal uns auf seine Art zur Begegnung mit dem Reich der Schatten zwingt. So ist es nicht von ungefähr, dass der Planet Pluto Transformation und die Kraft der tiefsten Wandlung verkörpert und Urkräfte jenseits aller moralischen Wertungen in sich trägt. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass er als Planet genau für die Macht jener Transformationen steht, die wir als Menschen unausweichlich durch Krisen und dem Auflösen von seelischen Verstrickungen erfahren. So finden wir in dem Sterben alter Strukturen die Heilkräfte, die tief in unserer Seele schlummern und die uns ein Stück weit mehr auf Augenhöhe mit unsrer Wahrheit bringen.</p>
<p>Weiterführende Lektüre: &#8222;Die verlorene Göttin&#8220;, Birgit Weidmann, &#8222;Lost Goddesses of Early Greece&#8220;, Charlene Spretnak, &#8222;<span>Inanna &#8211; Gilgamesch &#8211; Isis &#8211; Rhea&#8220;, Heide Göttner-Abendroth</span></p>
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		<title>Artemis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Fischlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 09:14:59 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong style="font-size: 16px;">Artemis</strong></p>
<p>Während Artemis von den Griechen vor allem als Göttin der Jagd, des Waldes und des Mondes verehrt wurde, galt sie im weiteren Sinne auch als Schutzpatronin der Frauen und Kinder, der Straßen und ihrer WanderInnen, sie stellte ihren Schutz für alle Gewässer und  Schiffe bereit und wachte über den Handel sowie jeden Wandel – alles in allem ist Artemis eine vielbeschäftigte jungfräuliche Göttin, die durch ihre Verbundenheit zu Natur und den Tieren in den Reichen der Wildnis und der blühenden Auen ihre Heimat findet.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Die jungfräuliche Göttin Artemis gehörte zu den zwölf Göttern des Olymps. Diese sind  Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos, Hestia und Artemis. Zu ihren ständigen Begleitern zählen der Pfeil sowie der mit großer Treffsicherheit ausgestattete silberne Bogen; zu den weiteren Erkennungsmerkmalen zählen das Wermutkraut und die Zypresse.</span></p>
<p>Artemis und ihr Zwillingsbruder Apollon werden in den Überlieferungen des griechischen Dichters Hesiod als Kinder des Zeus und einer seiner Geliebten, der Titanin Leto, beschrieben. Zeus&#8216; Frau Hera, getrieben von Eifersucht, jagte und verfluchte die schwangere Leto, so dass Leto keinen geeigneten Ort für die Geburt ihrer Kinder finden konnte. Erst als viele andere Götter und Göttinnen des Olymps an Letos Seite standen, konnte endlich die Geburt auf der von Poseidon geschaffenen Insel Delos stattfinden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="font-size: 16px;">Artemis übernahm als Erstgeborene sofort nachdem sie geboren wurde die Aufgabe ihrer Mutter bei der Geburt ihres Bruders Apollon zur Seite zu stehen. Dies war der Wegbereiter dafür, von nun an Artemis als Schutzgöttin der Geburt anzurufen. Als Erstgeborene symbolisiert Artemis den weiblichen Mond, die männliche Kraft der Sonne wird dem zweitgeborenen Apollon zugeordnet.</span></p>
<p>Artemis gilt aus heutiger Sicht als Göttin der Freiheit und Selbstbestimmung. Artemis ist eine unabhängige Göttin, die sich ausschließlich an dem Ruf ihres Herzens orientiert. Als schon von Hesiod beschriebene umtriebige Göttin, trägt Artemis eine vorantreibende Energie und Klarheit in sich, die es  braucht um selbst klare und zielgerichtete Entscheidungen zu treffen. Dies mag mitunter auch die Notwendigkeit beinhalten, klare Grenzen und Abgrenzung auch zum Leidwesen anderer für sich zu definieren und einzufordern.</p>
<p><span style="font-size: 16px;"></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie alle Götter und Göttinnen des Olymps hat Artemis durchaus auch ihre Schattenseiten, die sie der Legende nach zu grausamen Racheakten bewegt haben sollen. So begegnete sie Hochmut und Spott mit unerbittlicher Härte und war auch bereit für ihre Rache andere zu töten. Im übertragenen Sinn würde das heute für uns bedeuten, den Schattenseiten in uns auf Augenhöhe zu begegnen, wenn wir auf Spott, Hohn, Abwertung oder Grenzüberschreitung  jeglicher Art treffen.</p>
<p>Der Hirsch und der Bär sind die heiligen Tiere der Artemis, auch mit dem Steinbock und dem Reh fühlt sie sich sehr verbunden. Als Göttin der Natur und der Gezeiten, wird sie mit Fruchtbarkeit und Wachstum in Verbindung gebracht. Jahreszeitlich ist Artemis dem Frühling zugeordnet, dem Wiederbeginn alles Lebens in der Natur. Und da – frei nach Hesse<sup>1</sup> <em>– jedem Anfang ein Zauber innewohnt, der uns beschützt und der uns hilft zu leben</em>, ist Artemis auch die Göttin des Zaubers, die die Magie des Wandels und Werdens in sich trägt.</p>
<p>1) Stufen, Hermann Hesse aus dem Buch &#8222;Das Glasperlenspiel&#8220;</p></div>
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